Elisabeth Hornung, geboren in Niederschlesien, wurde noch während ihres Gesangsstudiums in Danzig an die Komische Oper nach Berlin engagiert. An der Dresdner Staatsoper sang sie den Komponisten in Ariadne auf Naxos, mit dem sie auch beim Edinburgh Festival gastierte. An der Deutschen Oper Berlin übernahm sie die Partie der Wirtin in Reimanns Das Schloß, an der Sächsischen Staatsoper Dresden die Ulrica in Ein Maskenball. Ihre wichtigsten Partien, die sie auch in Mainz, Wuppertal, Wiesbaden, Gelsenkirchen, Bern, Basel, Linz, Lüttich und in Darmstadt sang, wo sie seit 1984 Ensemblemitglied ist, sind außerdem Carmen, Kundry, Küsterin, Azucena, Eboli, Amneris und Mrs. Quickly sowie Eine Frau in Intolleranza 1960.
Gastspiele führten sie mit Falstaff nach Essen, mit dem Rosenkavalier nach Mannheim und mit den Dialogues des Carmélites nach Oldenburg.
In jüngster Zeit war sie in Darmstadt u.a. als Dritte Dame in Die Zauberflöte, als Orlofsky in Die Fledermaus, Annina in Der Rosenkavalier, als eine der Neun Sibyllen in De temporum fine comoedia, Marcellina in Le nozze di Figaro, Deschmile/Dilfirib in Der Prinz von Jemen und Erda in Das Rheingold zu hören. In der Saison 2011 | 2012 wird sie neben der Partie der Erda und der Ersten Norn im Ring des Nibelungen auch diejenigen der Praskowia in Die lustige Witwe sowie der Alisa in Lucia di Lammermoor übernehmen und in Hoffmanns Erzählungen die Stimme der Mutter zum Klingen bringen.