
Der examinierte Rechtsanwalt Wolfgang Schwaninger erhielt seine sängerische Ausbildung bei Marty Beck (Karlsruhe), Prof. Martha Sharp (Mozarteum Salzburg), Ks. Jean Cox, Ks. Anna Reynolds und Prof. Jan Hammar (Nürnberg). Er begann seine Karriere als lyrischer Tenor am Staatstheater am Gärtnerplatz in München mit Partien wie Tamino, Belfiore, Belmonte, später auch Duca, Don José, Hoffmann und Canio und erweiterte sein Repertoire dann ins deutsche Fach mit Partien wie Max (Dresden), Florestan (Leipzig und Tokio) und Bacchus (München, Wiesbaden, Darmstadt, Leipzig). Gastspiele führten den Tenor in viele Länder Europas sowie nach Korea, Japan, in die USA, nach Kanada und Israel. Dabei arbeitete er mit Regisseuren wie August Everding, John Dew, Claus Guth, Hans-Peter Lehmann, Loriot und Klaus Maria Brandauer und Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Lawrence Foster, Gustav Kuhn und Constantinos Carydis zusammen. Zahlreiche Rundfunkproduktionen und Konzerte führten ihn zum SWR, MDR und zum Bayerischen Rundfunk.
Im Sommer 2007 debütierte Wolfgang Schwaninger bei den Wagner-Festspielen Erl als Loge im Rheingold, im Oktober 2007 als Siegmund in der Walküre am Theater Trier und im Frühjahr 2008 in der Titelpartie aus Wagners Tristan und Isolde an den Städtischen Bühnen Münster. Im Oktober 2009 folgte das Debüt als Walther von Stolzing in den Meistersingern von Nürnberg am Theater in Hildesheim. Eine Nominierung zum Sänger des Jahres erhielt er 2009 in der „Opernwelt“ für die Produktionen Hoffmanns Erzählungen und Mahagonny. 2010 sang er in der koreanischen Erstaufführung von Alban Bergs Lulu an der Nationaloper in Seoul. Gastspiele führten ihn 2011 mit Mahagonny nach Istanbul, Tel Aviv und erneut nach München. In der vergangenen Spielzeit war er in den Titelpartien der Opern Peter Grimes und Oberon in Münster zu hören.
Am Staatstheater Darmstadt singt Wolfgang Schwaninger die Titelpartie in Hoffmanns Erzählungen.