Gerd Albrecht

Gerd Albrecht wurde 1962 mit nur 27 Jahren jüngster deutscher Generalmusikdirektor in Lübeck. Es folgten Chef-Positionen in Kassel, an der Deutschen Oper Berlin und beim Tonhalle-Orchester Zürich. In Hamburg war er von 1988 bis 1997 Generalmusikdirektor und Operndirektor. 1991 wählten ihn die Musiker der Tschechischen Philharmonie zum ersten nicht-tschechischen Chefdirigenten in der fast 100-jährigen Geschichte des Orchesters. 1998-2007 war er „Principal Conductor" des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo.

Albrecht gilt als Musiker, der sich allen Schemata entzieht. Er setzt sich ebenso vehement für zeitgenössische Musik ein (Reimann, Henze, Penderecki, Ligeti, Rihm u.a.), wie er sich um zu Unrecht vergessene Musiker vergangener Zeiten bemüht (Schulhoff, Ullmann, Schumann, Dvořák, Spohr, Fibich, Wolf u.a.). Jugendarbeit ist ihm seit über 30 Jahren ein Herzensanliegen. 1990 gründete er die Hamburger Jugendmusikstiftung, die er bis heute auch finanziert.

Im Mai 2006 wurde Gerd Albrecht mit dem Hermann-Voss-Preis für seine Verdienste um den musikalischen Nachwuchs ausgezeichnet. Im November 2008 wurde ihm der Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau für „sein Engagement für zeitgenössische Musik verbunden mit seiner musikpädagogischen Arbeit" verliehen.

Gerd Albrecht ist regelmäßig Gast der bedeutendsten Orchester und Opernhäuser sowie bei den Festivals in Salzburg, München, Edinburgh, Luzern und Wien. Jüngste Erfolge erzielte er mit den Opern Penthesilea von Othmar Schoeck und Notre Dame von Franz Schmidt an der Semperoper Dresden.