
Während das gut aufgelegte Ensemble, zumal die "Fleischkönige", rollenbedingt ein wenig verschwimmt, ragen Manz als Mauler und Hoffmann als Titelheldin wie Moll- und Dur-Ton aus dem szenischen Konzert heraus. Über allem stehen die geglückte Inszenierung und das prächtige Bühnenbild. // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Trotzdem bleibt das Ganze in Darmstadt doch ein Volksstück, denn die reduzierende Ästhetisierung, die man von John Dew und seinen bühnen- und lichtbildenden Kombattanten Heinz Balthes und José-Manuel Vázquez kennt, bedeutet kein Verkünsteln oder gezieltes Unterlaufen der broadway-eigenen Befriedungsstrategien: Es wird getanzt, gejubelt, getrubelt und herzschmerzlich gelitten. // Frankfurter Rundschau zu Anatevka
Bravorufe zollten der Aufführung [...] am Ende Tribut. Ein mitreißendes Spektakel hatten die rund 130 Mitwirkenden zuvor gezeigt [...] So wie die Stimme Gottes das Geschehen in Reimen von Anfang bis Ende leitete, so schien eine unsichtbare Kraft die Fäden bei der Aufführung in der Hand zu halten und Mitwirkende wie Zuschauer zu vereinen.
// Darmstädter Echo zu Noah und die Flut
[Martin Ratzinger] gelingt es, das unheilvolle Zusammenwirken ökonomischer, sozialpsychologischer und individueller Bedingungen sichtbar zu machen. Und so ertappt man sich […] dabei, wie man dem Paar trotz all der Hoffnungslosigkeit ihres letzten, womöglich zur endgültigen Trennung führenden Streits die Daumen drückt, dass sie es doch noch schaffen, den Teufelskreis der Patchworkexistenz zu durchbrechen und ihre Liebe in einen erträglichen Familienalltag zu retten. // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu Raum (Space)
Regisseur Peter Hailer bürdet dem Lustspiel nicht die Last der Aktualität auf - und macht damit nichts verkehrt und vieles richtig: Kräftiger Beifall und einige Bravos nach pausenlosen 90 Minuten bei der Premiere am Freitag für das ausgeglichen besetzte und gut aufgelegte Ensemble. // Darmstädter Echo zu Der Impresario von Smyrna
Im Staatstheater Darmstadt ist Regisseurin Romy Schmidt das Vergnügen an den kruden, in sich jedoch folgerichtigen Vorgängen deutlich anzumerken. Aber sie inszeniert in Mechthild Seidemanns kunterbuntem Märchenland keinen Klamauk und kein Grimassen- und Slapstickspektakel, sondern eine konzentrierte kleine Komödie über die Schlechtigkeit in uns. // Frankfurter Rundschau zu Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Es sind die von Dirk Hofacker liebevoll gestalteten und farbig ausgeleuchteten Kulissen, die das rechte Umfeld für eine Geschichte bilden, die sich vor über 400 Jahren zugetragen hat. Mit dieser Idee begründet Alfonso Romero Mora eine in gutem Sinne altmodische Aufführung, an der man sich sattsehen kann. Bewusst manierierte Gestik aus dem Schauspiel von einst und die direkte Ansprache des Publikums tragen dazu bei, ebenso die prachtvollen Kostüme von Gabriela Salaverri. Beide Elisabeths dürfen sogar Tudor-Tracht auftragen; und wenn nicht alles täuscht, hat der Jubelsturm der Premierenbesucher auch mit der Sinnlichkeit dieser Inszenierung zu tun, die nur wenige Requisiten für einen Szenenwechsel braucht. // Darmstädter Echo zu Maria Stuarda
Sonja Mustoff präsentiert diesen einstündigen Monolog mit einem bissigen Galgenhumor und der latenten Boshaftigkeit eines Menschen, dessen Karriere irgendwann einen Knacks erleidet und der sich in einer subalternen Position wiederfindet. // egotrip zu Anna sagt was!
Es sind genau jene Szenen, die das Tanztheater »Ein Engel Leonore« wie ein kostbares, schönes Gemälde wirken lassen. Der Linzer Choreograph Jochen Ulrich studierte sein Werk mit dem Ballett des Staatstheaters Darmstadt ein. Ein überaus geglücktes Unterfangen. // Main Echo zu Ein Engel Leonore
Die jungen Darsteller bringen die schlaglichtartigen Situationen in ausdrucksstarker Differenzierung auf die Bühne. Man spürt, wie tief sie die Möglichkeiten des Theaters im Ausprobieren erfahren haben. Aber an diesem ansehnlichen Abend kann auch das Publikum Interesse finden, auch wenn nicht der Sohn oder die Nichte auf der Bühne stehen. // Darmstädter Echo zu Ganze Tage, ganze Nächte
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