Pressestimmen Archiv 06/07

Pressestimmen Nora oder Ein Puppenheim

Spannungsvolle Nora 

Hermann Scheins ... Zugriff ist weniger spektakulär überraschend als von zäher Genauigkeit. Der Regisseur als Menschenkundler erforscht seine Figuren mit großer Akribie, und plötzlich sieht Ibsens Text ganz neu aus. Die drei Akte sind in zwei pausenlosen Stunden raffiniert miteinander verbunden zu einer organischen dramatischen Komposition, die bis zum Ende ihre Spannung hält. // Darmstädter Echo zu "Nora oder ein Puppenheim"

 

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Pressestimmen Aus dem Leben eines Taugenichts

Bruder Leichtfuß

Mit großen Gesten erobert Volker Muthmann dieses Gärtchen, das schon lange keinen Gärtner mehr gesehen hat. Sein Taugenichts ist ein Brausekopf mit blitzendem Blick, der immer wieder die Zuschauer anspielt ... // Darmstädter Echo zu "Aus dem Leben eines Taugenichts"

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Pressestimmen Junge Choreografen

Gelungene Talentprobe

Es ist in vielen Theatern eine beliebte Übung, die Kreativität einer Compagnie mit ... einem Etüden-Programm zu kitzeln – eine gelungene Talentprobe auch für das Darmstädter Tanztheater. Es sind vor allem die Damen, die auf sich aufmerksam machen – allen voran Maura Morales, die als Tänzerin wie als Choreografin glänzt. In ihrer Miniatur „Miss Sorry“ tanzt Laia Duran Fígols als Geschäftsfrau im Anti-Stress-Kurs. Die Lady im Kostüm ist zerrüttet, Jeff Becks Gitarrenspiel sägt an ihren Nerven. Es ist die parodistisch pointierte Verkörperung eines hypernervösen Gemüts. // Darmstädter Echo zu "Junge Choreografen" 

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Pressestimmen Faust

Überzeugende Verwandlung

Mark Adler gelingt eine rundum überzeugende Verkörperung der Titelfigur. Als alter Mann betritt er humpelnd die Bühne, als strahlender Jüngling gibt er sich seinen Träumen hin, als gebrochener Mensch sucht er schließlich den Tod. Adler setzt seinen klangvollen Ton äußerst biegsam ein, vom metallischen Forte bis zum zarten Pianissimo reicht seine Ausdrucksskala. // Darmstädter Echo zu "Faust" 

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Pressestimmen Ein Sommernachtstraum

Ambivalenz der Emotionen 

Der Schauplatz, an dem die Gefühle in William Shakespeares Ein Sommernachtstraum ranken wie Unkraut, sich Machtspiele, Wut und Eifersucht entladen, ist ein düsterer Wald, in den man sich nicht des Nachts allein verirren möchte. Der Wald wirkt so, als spiegele er die Ambivalenz der Emotionen, die auf der Bühne gelebt werden. Peter Hailers Sommernachtstraum ist nicht sommerluftig-schwebend, sondern betont die Zweischneidigkeit der Liebe. Eigentlich geht es um Macht, und die wird beeindruckend ausgespielt. // Main-Echo zu "Ein Sommernachtstraum"

 

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Pressestimmen Disco

Stolzieren und posieren zum wummernden Beat 

Sie sind beeinflusst von Rap, Justin Timberlake und immer noch Madonna, von Castingshows und Model-Wettbewerben im Fernsehen ... Sie verstellen sich, verwandeln sich im Schutze der Stroboskopblitze, Lichteffekte und des Bühnennebels in Kunstgestalten. Folgerichtig beginnt und endet die Inszenierung mit der Zurschaustellung der Darsteller als Glamourwesen auf einem imaginären Laufsteg, auf dem die Jugendlichen zum wummernden Beat stolzieren, posieren und ihr Revier markieren. Und das machen sie richtig gut. // Darmstädter Echo zu "Disco" 
 

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Pressestimmen Der kleine Horrorladen

Gärtner aus Liebe

… Alle grünen Daumen hoch: Jubel und langer Beifall nach der Premiere … so ersprießlich wie jetzt hat man diesen schrillen Spaß hier noch nicht wuchern sehen. Der junge Regisseur Daniel Ris kennt das Stück auch als Sänger und erweist sich in Darmstadt als Gärtner aus Liebe ... // Darmstädter Echo zu "Der kleine Horrorladen" 

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Pressestimmen Der fliegende Holländer

Machtvolle Bilder und gespenstischmystische Stimmung 

Es sind machtvolle Bilder, die Dew kreiert und die Bühnenbildner Gruber mit wenigen Mitteln und viel Licht umsetzt. Gelegenheit für große Umbauten gibt es nicht, Dew spielt Wagners Anweisungen folgend ohne Pause. Das ist gut so, würde man ansonsten jäh der gespenstischmystischen Stimmung entrissen, die diese Inszenierung vom ersten Moment an erschafft. Großen Anteil haben Beikircher und sein Orchester, die Wagners lautmalerische, intensive Musik … spannungsgeladen und dramatisch, aber nicht zu laut und nicht zu wuchtig intonieren … // Main-Echo zu "Der fliegende Holländer"

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Pressestimmen Prinz Friedrich von Homburg

Zwischen Traum und Wirklichkeit 

Kleists Prinz Friedrich braucht Bilder, die sich fein ausbalanciert in genau der Sphäre zwischen Traum und Wirklichkeit bewegen. Richter und sein Ensemble schaffen sie. Sie treffen den Ton einer Geschichte punktgenau, die gerne Wirklichkeit wäre, aber in letzter Konsequenz doch nur kühne Utopie ist …  // Main-Echo zu Prinz Friedrich von Homburg

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Pressestimmen Lenz

Ein Stück in Moll

Ina Annett Keppel hat für ihre Inszenierung ... die Tonart des Textes getroffen: ein Stück in Moll ... Abgesehen von einem Rosenkranzgebet fügt Keppel dem Text nichts hinzu – ihm ist nichts hinzuzufügen. Ihr gelingt eine szenische Bebilderung, die von Rhythmisierung, Tempowechsel und Betonung lebt, auf mediale Effekthascherei verzichtet und sich auf den kraftvollen Text konzentriert ... // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu Lenz

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