Es ist die große Stärke der Inszenierung, dass sie die Zuschauer von Anfang an in eine scheinbar beliebige Momentaufnahme hineinzieht, ja geradezu von hinten packt und für gut eine Stunde umschlungen hält. // Darmstädter Echo zu "Bar"
Worte und Sätze sind mustergültig ineinander verzahnt, und so einheitlich die Gruppe agiert, so stark treten doch einzelne Typen hervor. Das macht Spaß beim Zuschauen und Lust, sich dieser Wortpartitur hinzugeben. // Darmstädter Echo zu "Unter dem Milchwald"
… Das Drama, so zeigt sich bald, könnte überall spielen. Und jederzeit. In Ruanda oder Jugoslawien, gestern, heute oder morgen ... Hermann Scheins Inszenierung vermeidet denn auch allzu eindeutige Hinweise auf Zeit und Ort des Geschehens, setzt ganz auf die Wucht und die Schönheit der Sprache und bewegt sich damit wie der Autor stets an der Grenze zur Abstraktion. // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu "Verbrennungen"
Während die Tanznummern zu schönen Ensemble-Bildern mutieren, glüht im Bühnenbild mit dem prächtigen Karussell und den pittoresken, seitlich auffahrenden Bildern … die schöne Fantasiewelt auf. Im Gesang glänzen Randal Turner als Billy und Susanne Serfling als Julie, spielerisch bereichern Sonja Mustoff als eifersüchtige Karussellchefin, Allison Oakes als Freundin und Sven Ehrke als Mr. Snow im Bild des Eheglücks und Thomas Mehnert als Bösewicht die hübsche Inszenierung des schlichten Musicals.// Nassauische Neue Presse zu "Carousel"
Der Darmstädter Premieren-Abend … ist eine einzige Klimax … Es ist wunderbar dabei zuzusehen, es hat Witz und Klasse, es ist eine absurde Art der Perfektion, die dort gezeigt wird.// Darmstädter Echo zu "Weiß wie der Mond"
Zwei Mimen, eine Stunde Spielzeit und als Vorlage die schwergewichtige Shakespeare-Tragödie … Das Spiel mit den kleinen und großen Eitelkeiten ihrer Profession macht Schlemmer und Schuster ganz offensichtlichen Spaß. Dazu passt die Collage von Versatzstücken des mittlerweile klassischen Humors à la Monty Python, das matte Glitzern abgehalfterter Musical-Eleganz und die Angst vor dem mächtigen Text.// Darmstädter Echo zu "Hamlet for You"
Diese Ophelia ist der fetzigste Feger von Helsingör … Wenn sie singt, dann drängt sie nach vorne, zeigt sie, was in ihr steckt. Sie trifft den Brecht-Kampfton und juchzt mit den Beatles, versteht sich auf die Berliner Göre und gibt auch – „Bumm, tschaka, bumm“ - die menschliche Beat Box. // Darmstädter Echo zu "Ophelien"
Bei einer Dirindina-Inszenierung … trieb Regisseur Alfonso Romero Mora das Vexierspiel zwischen Realität und Fiktion sowie die Karikatur gängiger Opernklischees fröhlich auf die Spitze … Hier hatten ... alle ihren Spaß: das Publikum, die Sängerdarsteller und das von Joachim Enders vom Cembalo aus geleitete Streicherensemble … Was will man mehr als Nachklang der fünften Jahreszeit? // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu "La Dirindina"
Mit Hosenträgern unter dem Trachtenjanker hat sich Wölfle für diese vorwiegend zynische Spielart des Humors gewappnet, der in jovialem Ton das Einvernehmen mit dem Zuschauer sucht und doch sehr zielstrebig die Fratze hinter der Gemütlichkeit enttarnt... Wenige Worte und viele Gesten formen den schönen Witz, an dessen Ende sich Wölfle endlich ein Bier einschenken kann.// Darmstädter Echo zu "Da schau her!"
Dem österreichischen Autor Andreas Jungwirth ist mit „Schonzeit“ ein unkonventionelles Theaterstück gelungen, das in den Figuren des Märchens die großen Themen Freiheit, Selbstbestimmung und Entfremdung spiegelt. Regisseurin Keppel folgt den zahlreichen Deutungsmöglichkeiten sensibel und macht vor allem eines klar: Der Wolf des Menschen ist in Wahrheit seine Vernunft. // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu "Schonzeit"
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