Pressestimmen Man meets ... music!

Musikalische Happy Hour

„Man meets ... music!“ heißt der Liederabend, den die Regisseurin Ina Annett Keppel zusammen mit Michael Erhard am Klavier arrangiert hat: eine musikalische Happy Hour mit zwei Dutzend Nummern von Jazz bis Chanson, von Rio Reiser und Georg Kreisler zu Ulrich Roski und Ray Charles. // Darmstädter Echo zu "Man ... meets music!" 

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… „Man meets ... music!“ heißt der Liederabend, den die Regisseurin Ina Annett Keppel zusammen mit Michael Erhard am Klavier arrangiert hat: eine musikalische Happy Hour mit zwei Dutzend Nummern von Jazz bis Chanson, von Rio Reiser und Georg Kreisler zu Ulrich Roski und Ray Charles.

Im Programm der kleinen, feinen Reihe Barfestspiele macht sich die Idee zu dieser Aufführung gut … Harald Schleider gibt den fauchenden Tresen-Tiger, der sich als Plüschkätzchen mit Samtpfoten entpuppt. Julia Glasewald ist mal der Vamp mit den tödlichen Träumen. dann die schnippische Französin. Andreas Manz spielt nicht nur Gitarre und Mundharmonika. er hat auch Rock in der Kehle und Boogie in den Beinen. Aart Veder wiederum gelingen herrliche Parodien, wenn er Wehmut mit Vibrato beschwört oder beim Sprechgesang von der Einsamkeit den Refrain schmachtend hustet und verzweifelt am Tresengestänge rüttelt.

Nur anfangs haben die Nummern noch Bezug zu jenen Business- Typen. Je freier die Songauswahl, desto mehr spielen sie sich locker: Julia Glasewald in verschiedenen Garderoben, die Herren in witzigen Trionummern – mal als männliche Ausgabe der McGuire Sisters aus den Fünfzigern („It must have been moonblow“), mal mit Reinhard Fendrichs „Tango Korrupti“ …

Mit Drinks und Songs gegen den Bürofrust, Stefan Benz, Darmstädter Echo, 19. Oktober 2007

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Vier Geschäftsleute stranden in einer Hotelbar. Die Großstadttristesse legt sich auf die Menschen in ihrer Business-Verkleidungs, sie hängen gestresst und müde am Tresen und prosten der Einsamkeit zu. Denn: “It’s been a hard day's night”. Da ist die hektische Frau im Kostüm (Julia Glasewald), die sich das Handy unters Ohr geklemmt hat und in gebückter Haltung ihren Rollkoffer hinter sich her zieht, da winkt Harald Schneider ungeduldig nach der Kellnerin, vor ihm liegt ein Strauß mit welken Nelken und Schleierkraut. Die vier Geschäftsleute hängen ihren Gedanken nach, langsam kommen sie ins Gespräch. sie sind blasse Nachtgestalten, die Frust mit sich herumtragen und sich darüber austauschen. Sie sprechen aber den ganzen Abend kein Wort, wenn sie ihre Befindlichkeiten offen legen, dann beginnen sie zu singen. Manchmal ergeben sich dadurch rührende Szenen, wenn Aart Veder am Tresen von der Begegnung mit einer Femme fatale träumt oder Andreas Manz „Junimond“ von Rio Reiser singt und Harald Schneider „Time goes by“ schmachtet.

Dann kann man spüren, wie die Einsamkeit über den Bartresen wandert und interessiert die traurigen Gestalten
beobachtet, die leer in ihr Jack-Daniels-GIas starren. „Man meets...music“ heißt das Stück der Barfestspiele im Staatstheater Darmstadt, das Ina Annett Keppel inszeniert hat und bei dem die Zuschauer selbst wie Statisten
an der Bar sitzen, am Rotwein nippen und ihre singenden Nachbarn beobachten. Michael Erhard spielt Klavier, die
Schauspieler hängen auf den Barhockern herum, nehmen sich ungefragt den Wodka aus dem Schrank und tanzen durch den Raum …

Singende Nachtgestalten, Fee Berthold, Main-Echo, 19. Oktober 2007

 

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