„Man meets ... music!“ heißt der Liederabend, den die Regisseurin Ina Annett Keppel zusammen mit Michael Erhard am Klavier arrangiert hat: eine musikalische Happy Hour mit zwei Dutzend Nummern von Jazz bis Chanson, von Rio Reiser und Georg Kreisler zu Ulrich Roski und Ray Charles. // Darmstädter Echo zu "Man ... meets music!"
Richter bleibt frei, doch nah und ohne Mumpitz an Ibsen dran, hechelt nicht kurzatmig durch den schwierigen Text und erdrückt den Narzissmus des Helden nie unter seinem. Das lohnt sich zu sehen. // Frankfurter Neue Presse zu "Peer Gynt"
Die anrührende Groteske bekommt Züge einer Travestie, weil Agusti Charles für die Partie der Alten einen Countertenor vorgesehen hat ... Gerson Luiz Sales sang in Darmstadt die Cuzzoni allerdings mit einer so feinen, harmonischen Altstimme, dass von bloßer vokaler Karikatur keine Spur war. lm Spiel machte Gerson Sales dagegen jeder Drag-Queen Konkurrenz, das anmutig-witzige Jonglieren mit den Aspekten Würde, Verfall, Glanz und Elend hatte in ihm einen stilsicheren Meister. // Frankfurter Rundschau zu "La Cuzzoni"
Es ist eine beängstigend lebendige, intime Geschichte, die in den Monologen der Schauspieler Gestalt gewinnt. Allein mit der Kraft der Worte, ihrer Körperhaltung und sparsamer Mimik tasten sie sich vor auf emotionale Minenfelder, in denen Hoffnung und Resignation, Zufriedenheit und Ungeduld, Unsicherheit und Forscherdrang im Verborgenen lauern. // Main-Echo zu "Molly Sweeney"
Die Sopranistin Yamina Maamar ist eine Achtung gebietende Primadonna, die als Adriana Lecouvreur glaubhaft zwischen Hingabe an die Kunst und an den Geliebten schwankt. Sie lässt ihre Stimme in allen Facetten leuchten, und sie versteht es, die weiten Melodiebögen spannungsreich auszusingen ... Eine echte Belcanto-Stimme besitzt der aus Georgien stammende Tenor Zurab Zurabishvili, der als Maurizio ... gute Figur macht. Er ist nicht nur zum betörenden Schöngesang befähigt, sondern kann seiner Stimme auch dramatische Schärfe verleihen. //Darmstädter Echo zu "Adriana Lecouvreur"
Mehr als zweieinhalbtausend Jahre trennen den heutigen Theaterbesucher von der Entstehung der beiden ersten großen Epen des Abendlandes, Homers "Ilias" und "Odyssee". Und damit auch der wissensdurstige Zeitgenosse zu seinen Wurzeln zurückfindet, inszeniert Stefan Moskov den Heimkehrermythos als komödiantische Irrfahrt durch die Kultur- und Weltgeschichte mit Balkansound und Bauchtanz. // Frankfurter Allgemeine Zeitung zu "Die Odyssee"
Uwe Zerwer legt in seiner bemerkenswert präzisen Darstellung Schicht für Schicht seine Figur bloß. Und die einstündige Aufführung bleibt deshalb spannend, weil nicht das psychopathische Scheusal hervorgekehrt wird, sondern ein Mensch mit verletzlichen Seiten, den man nicht einmal rundheraus unsympathisch finden würde. // Darmstädter Echo zu "Klamms Krieg"
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