BarFestspiele

 

Eine gute Nachricht für alle durstigen Seelen:
Die Theaterbar im Foyer der Kammerspiele hat nach jeder Vorstellung geöffnet.

Eine gute Nachricht für alle Theaterhungrigen:
Ab der Spielzeit 2005/2006 gibt’s in der Theaterbar die BarFestspiele. Am späteren Abend bieten wir Ihnen aktuelle Dramatik oder Stücke, die wir als Ergänzung zum Schauspielangebot in den Kammerspielen zeigen.


Schauspiel von Conor McPherson

Inszenierung und Ausstattung Andrea Thiesen

Mit Stefan Schuster (Joe), Volker Muthmann (Frank), Hans Matthias Fuchs (Ray)

Drei Männer, eine Geschichte: Frank, Joe und Ray erzählen ihre jeweils eigene Sicht auf die Ereignisse einer Woche ihres gemeinsamen Lebens. Zentrales Ereignis dieser Woche ist: ein Überfall auf ein Wettbüro, der dem Leben der Drei eine völlig neue Wendung gibt. Doch können die drei Helden des Alltags wirklich erlebt haben, wovon sie erzählen? Eigentlich sind sie dazu doch viel zu nett. Und sie erzählen viel zu gekonnt, zu poetisch von ihren Erlebnissen. Und manches von dem, was sie erzählen, klingt nun wirklich zu unwahrscheinlich, um wahr sein zu können. Überbieten sie sich vielleicht nur gegenseitig mit immer besseren (Lügen)Geschichten? Weil Geschichten, gute Geschichten, richtig gute Geschichten das sind, worum es eigentlich geht im Leben? Was ist Schein, was Wirklichkeit? - Finden Sie es heraus. Bei den BarFestspielen. In der Theaterbar der Kammerspiele.

Premiere 2. Juni | Theaterbar

 


Märchen für Erwachsene von Rebekka Kricheldorf

Inszenierung und Ausstattung Ina Annett Keppel

Mit Julia Glasewald (Prinzessin Nicoletta), Matthias Kleinert (König Philipp), Margit Schulte-Tigges (Lenor), Iris Melamed (Änne), Hubert Schlemmer (Moritz), Tom Wild (Prinz Omo), Aart Veder (Nur ed Din) 

Das Königreich Mimirabien ist pleite. Die Lösung: Prinzessin Nicoletta soll Omo, den Prinzen des Nachbarreiches, heiraten. Doch eigenwillig, wie sie nun einmal ist, pfeift sie auf die Staatsraison und begehrt den Gesindekoch. Der wiederum hat völlig andere Vorstellungen vom Glück. Weder Hohe Diplomatie noch finstere Hofintrigen vermögen die Verwirrung der Gefühle zu ordnen, die Agonie des Staates zu überwinden und ein wahrhaft märchenhaftes Ende herbeizuführen. Prinzessin Nicoletta ist eine enge Verwandte von Turandot, Salome und der rachsüchtigen Claire Zachanassian.

Premiere 24. Mai | Theaterbar

 

 


Rum und Wodka

Stück von Conor McPherson

Inszenierung Martin Ratzinger
Mit Martin Maria Eschenbach

Es sieht nicht gut aus für den jungen Mann: Zu früh in eine Ehe geschliddert, zwei Kinder, eine Frau - aber keine Liebe. Überfordert von der Familienvaterrolle, da er selbst noch ein halbes Kind ist, verlässt er sich nur auf einen Freund: den Alkohol. Eines Freitagsnachmittags wirft er den Computer aus dem Bürofenster und seinen Job hin. Das muss natürlich ausgiebig begossen werden. Eine nächtliche Odyssee durch Kneipen, Bars und Betten soll zu neuen Horizonten führen, doch die Sackgasse ist vorprogrammiert.

Premiere 2. April | Theaterbar

 

 


Finnisch oder ich möchte dich berühren

Schauspiel von Martin Heckmanns

Inszenierung Ina Annett Keppel

Mit Stefan Schuster

Noch eine Stunde. Dann wird es an der Tür klingeln, und die Postbotin wird dem jungen Mann ein Paket übergeben. Das Paket, das er sich selbst geschickt hat. Das er sich selbst geschickt hat? Aber ja. Schließlich ist das die beste Art, eine gezielte Begegnung mit einer Postbotin herbeizuführen und bei dieser Gelegenheit mit ihr ins Gespräch zu kommen. Und das ist das Anliegen des jungen Mannes. Seit er die Postbotin andernorts einmal ein Paket hat zustellen sehen ist er in sie verliebt. Also hat er sich ein Paket gepackt, es aufgegeben und jetzt wartet er. Und während er wartet, stellt er sich vor, wie es dann sein wird, wenn es an der Tür klingelt. Und er überlegt, was er dann zu seiner Postbotin sagen soll, probiert Sätze aus, entwirft Möglichkeiten. So entsteht ein Monolog voller absurder Situationen, Sprachwitz, Melancholie, Philosophie und Komik.

Premiere 10. Februar | Theaterbar

 

 


St. Nicholas

Monolog von Conor McPherson

Inszenierung Ina Annett Keppel

Mit Harald Schneider

Was kann einen frustrierten Theaterkritiker aus seiner Sinn- und Lebenskrise befreien? Eine Frau natürlich, und ein Vampir und seltsame nächtliche Erlebnisse. Hin- und hergerissen zwischen schwerem Suff und schwerer Liebe, begehrt er die Schauspielerin, die die Rolle der Salome spielt, und es bleibt offen, ob die Welt der Vampire, in die er hineingerät, real ist oder nur in seiner Phantasie existiert. Als gescheiterter Schriftsteller, der die Vorstellungen, die er besucht, schon zehn Minuten vor deren Ende verlässt - und dabei die Kritik auf dem Rücken des Programmhefts schon geschrieben hat - zählt er eigentlich zu den eingeschworenen Zynikern ... Wo könnte er besser von all dem erzählen als in einer Bar; in der Theaterbar.

Premiere 29. Oktober | Theaterbar

 


Salome

Tragödie in einem Akt von Oscar Wilde

Inszenierung und Ausstattung Ina Annett Keppel

Mit Gerd K. Wölfle (Herodes), Leander Lichti (Jochanaan), Tom Wild (Erster Soldat), Stefan Schuster (Narraboth / Zweiter Soldat), Gabriele Drechsel(Herodias), Britta Hübel (Salome)

Am Hof von Judäa herrschen seltsame Zustände. König Herodes hat seinem Bruder die Frau ausgespannt und geheiratet. Die bringt ihre Tochter Salome mit in die Ehe, auf die Herodes auch ein Auge geworfen hat. Diese Zustände gefallen vielen nicht. Aber keiner traut sich etwas zu sagen. Außer einem. Jochanaan, der Prophet, prangert die Verhältnisse an. Dafür steckt Herodes ihn ins Loch. Ihn hinzurichten, traut sich der Herrscher nicht, denn trotz allem hat er Angst vor den Prophezeiungen des heiligen Mannes, dem er so gerne zuhört.
Auch Salome hört dem Propheten gerne zu. Sie verliebt sich in seine Stimme, setzt durch, ihn gegen das Verbot Herodes' zu sehen, verliebt sich in sein Aussehen und will ihn küssen. Jochanaan verweigert den Kuss. Salome, verzogene Göre und machtbesessene Naive zugleich, ist gewohnt alles zu bekommen, was sie will. Und jetzt weiß sie genau, wie sie ihr Ziel doch noch erreicht ...

Premiere 16. Oktober | Theaterbar

 


Die Leiden des jungen Werther

Stück nach dem Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe

Inszenierung Andrea Thiesen 

Mit Tino Lindenberg (Werther)

Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers  Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um.
Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden.  Er bedrängt Lotte, was diese zunehmend abstößt. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen ...
Dieser "Bestseller des Sturm und Drang" machte den jungen Goethe  schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten  eine Selbstmordwelle aus.

Premiere 15. Oktober | Kammerspiele