L'incoronazione di Poppea

 

Musikalische Leitung | Michael Schneider
Inszenierung | John Dew
Bühne | Heinz Balthes
Kostüme | José Manuel Vázquez

Mit Gerson Luiz Sales (Ottone), Inna Kalinina (Ottavia), Katrin Gerstenberger (Nerone), Mary Anne Kruger/Susanne Serfling (Poppea), Mark Adler/Jordi Molina (Arnalta), Dimitry Ivashchenko/ Patrick Schramm (Seneca), Anja Vincken (Drusilla/Fortuna), Katharina Ihlefeld (Nutrice), Sonja Gerlach (Virtù), Sven Ehrke (Liberto), John D. Garst/Andreas Wagner (Soldati), Wiktor Czerniawski (Littore), Stephanie Maria Ott/Alexandra Seefisch (Amore)

Claudio Monteverdi | Opera musicale in einem Prolog und drei Akten

Libretto von Giovanni Francesco Busenello | Musik von Claudio Monteverdi | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

„Es gibt kein menschliches und kein himmlisches Herz, das mit Amor zu streiten wagt“, stellen die Göttinnen Fortuna und Tugend schon im Prolog der Oper fest und müssen dem sich anschließenden Siegeszug von Amor tatenlos zusehen. Amor glaubt, die ganze Welt verändern zu können, und zeigt eine beeindruckende Probe seiner Kunst, indem er durch Liebesmacht die Kurtisane Poppea auf den Kaiserthron befördert. Das völlig zügellose Walten der Liebe hat jedoch nicht nur glückliche Seiten, und so ist der Weg zum Erfolg gepflastert mit Leichen und gebrochenen Herzen.
35 Jahre nach L' Orfeo und in Monteverdis Todesjahr 1643 uraufgeführt, stellt L’incoronazione di Poppeawiederum einen Meilenstein in der Operngeschichte dar: Mit Schilderungen aus dem alten Rom wird zum ersten Mal ein historisches Sujet als Opernhandlung verwendet. Die Figuren sind damit keine fernen Götter oder Helden mehr, sondern reale Menschen, deren Schwanken zwischen guten und schlechten Entscheidungen auch dem heutigen Zuschauer bekannt erscheint. Aus der differenziert gestalteten Komposition ragt etwa das Liebesduett am Schluss der Oper heraus, das bis heute einen Spitzenplatz in der Hitliste der schönsten Opernduette einnimmt.

Szenenbilder L'incoronazione di Poppea

Premiere 21. Januar 2006 | Kleines Haus