

Musikalische Leitung | Norbert Biermann
Inszenierung | John Dew
Bühnenbild | Heinz Balthes
Kostüme | José Manuel Vázquez
Mit Jordi Molina (Thespis / Mercure), Andreas Daum / Dimitry Ivashchenko(Ein Satyr / Jupiter), Werner Volker Meyer (Momus / Cithéron), Andrea Bogner / Sonja Gerlach (Thalie / La Folie), Hyeon Kyoo Lee (Amor / La Clarine), Jeffrey Treganza (Baccus / Platée), Sebastian Bollacher (Momus), Katrin Gerstenberger / Elisabeth Hornung (Juno)
Text von Adrien-Joseph Le Valois d’Orville, nach dem Ballett Platée ou Junon jalouse (1745) von Jacques Autreau, basierend auf dem 9. Buch Die Geschichte Griechenlands (um 180) von Pausanias | Musik von Jean-Philippe Rameau | in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Jean-Philippe Rameau (1683 – 1764) war ohne Zweifel der brillanteste und produktivste unter den französischen Komponisten. Die Schule der Jesuiten hatte der Sohn eines Organisten verlassen müssen, weil er zuviel Zeit mit Musizieren und Komponieren zugebracht hatte. Nach Aufenthalten in Italien lebte er ab 1722 in Paris, wo er das Glück hatte, in Thérèse Deshayes eine großzügige Gönnerin zu finden. Erst mit 50 Jahren brachte Rameau seine erste Oper heraus, der fast 20 Meisterwerke folgten.
Platée, uraufgeführt 1745, ist in den letzten Jahrzehnten das beliebteste Stück Rameaus gewesen und zurecht. Es verfügt über eine wunderbare und geistreiche Musik und eine wirklich komische Handlung: Um seine Gattin Juno von dem Unrecht ihrer ewigen Eifersucht zu überzeugen, beschließt Jupiter, sich ein besonders lächerliches Objekt seiner scheinbaren Begierde auszusuchen. Seine Wahl fällt auf Platäa, eine hässliche Sumpfkröte, die in ihrer Eitelkeit sein Werben ernst nimmt. Erst als Braut – soweit kommt es –, reißt die wütende Juno ihr den Schleier vom Gesicht, und kann nicht anders, als in schallendes Gelächter auszubrechen. Das göttliche Paar steigt versöhnt in den Himmel auf, während sich die Kröte gekränkt in den Sumpf zurückzieht.
Kooperation mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden