Musikalische Leitung | Martin Lukas Meister
Inszenierung | John Dew
Bühne | Roland Aeschlimann
Kostüme | José-Manuel Vázquez
mit Dimitry Ivashchenko (Arkel), Stefanie Schaefer (Geneviève), Sven Ehrke (Pelléas), Oliver Zwarg (Golaud), Carine Séchehaye (Mélisande), Aki Hashimoto (Der kleine Yniold), Hans-Joachim Porcher (Ein Arzt)
Golaud, ein Enkel König Arkels, hat sich im Wald verirrt und findet bei einer Quelle ein weinendes Mädchen, das ihm auf seine Fragen nur ihren Namen – Mélisande – nennt und von Flucht und großem Leid spricht. Golaud nimmt sie mit sich und heiratet sie. Doch Pelléas, derHalbbruder Golauds, und Mélisande, die beide unter der Düsternis und Isolation des Schlosses leiden, sind bald unzertrennlich, und der Konflikt spitzt sich unter den Augen Golauds zu.
Debussys einzige vollendete und 1902 uraufgeführte Oper ist kein populäres Werk, denn ihre Subtilität wendet sich nicht an ein typisches Opernpublikum. Dabei enthält Maeterlincks symbolistisches Drama,das Debussy als Vorlage für seine Komposition diente, „trotz seiner traumhaften Atmosphäre bei weitem mehr Menschlichkeit als all dieso genannten ‚lebensechten‘ Stoffe“, und der Stoff schien dem Komponisten „auf wunderbare Weise dem zu entsprechen, was ich wollte“. Was er wollte, war ein stilles musikalisches Drama, dessen Gewalt gerade in der Zone des Unaussprechlichen liegt, nicht in der auftrumpfenden Geste oder gar im Pathos. Dabei profiliert sich das eine ungeheure Farbpalette entwickelnde Orchester bei Debussy soweit, dass es im Text verschleierte Konflikte ausdrücklich hörbar macht und somit zum Enthüller der Seelengeheimnisse wird.
Kooperation mit der Oper Göteborg und der Oper Leipzig