Musikalische Leitung | Stefan Blunier
Mit Zurab Zurabishivili (Maurizio ), Andreas Daum / Thomas Mehnert (Fürst von Bouillon), Jeffrey Treganza (Abbé von Chazeuil), Riccardo Lombardi (Michonnet), Hans-Joachim Porcher (Quinault), Markus Durst (Poisson), Yamina Maamar (Adriana Lecouvreur), Sonja Borowski-Tudor (Die Fürstin von Bouillon), Susanne Serfling (Mlle Jouvenot), Niina Keitel (Mlle Dangeville), Lawrence Jordan (Hofmeister)
Text von Arturo Colautti nach dem Schauspiel Adrienne Lecouvreur (1849) von Eugène Scribe und Gabriel Legouvé | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Paris 1730. Die berühmte Schauspielerin Adriana Lecouvreur vertraut ihrem Mentor Michonnet an, dass sie Maurizio aus dem Gefolge des Grafen von Sachsen liebe. Sie ahnt nicht, dass ihr Geliebter in Wahrheit der Graf selbst ist und dass Michonnet sie ebenfalls liebt. Als der Graf Adriana aufsucht, bringt er ihr einen Veilchenstrauß mit, der vier Akte später zum Verhängnis wird: Adriana, die sich von allen verlassen glaubt, erhält zu ihrem Geburtstag einen verwelkten und von ihrer Rivalin, der Fürstin von Bouillon, vergifteten Veilchenstrauß. Als schließlich Maurizio erscheint, um Adriana um ihre Hand zu bitten, liegt sie im Sterben. Die Geschichte hat einen realen Hintergrund: Die Tragödin Adrienne Lecouvreur (1692-1730) schrieb im 18. Jahrhundert durch ihren deklamatorischen Stil Theatergeschichte. Das 1849 in Paris uraufgeführte Schauspiel Adrienne Lecouvreur, eine raffinierte Mischung aus traditionellem Intrigenstück und modernem historischem Drama, faszinierte Generationen von Zuschauern und reizte große Tragödinnen wie Sarah Bernhardt oder Eleonora Duse. 1899 machte es der italienische Komponist Francesco Cilea zur Vorlage für seine Oper, die 1903 einen triumphalen Uraufführungs-Erfolg in Mailand feierte. Obwohl es um die Oper noch zu Lebzeiten Cileas immer stiller wurde, wird sie heute nicht zuletzt aufgrund der herrlichen Musik mitunter konzertant aufgeführt, so auch in Darmstadt.