Inszenierung | Ina Annett Keppel
Bühne und Kostüme | Sandra Draschaft
mit Julia Glasewald (Mädchen), Sonja Mustoff (Mutter), Margit Schulte-Tigges (Großmutter) | Hans Matthias Fuchs (Wolf), Harald Schneider (Jäger)
Schonzeit im Wald – auf den Wolf darf hundert Tage nicht geschossen werden! Ganz zum Leidwesen des Jägers, seines Erzfeindes. Die Zeit der Schutzfrist nutzt der Wolf zur inneren Einkehr: Er hat genug vom Wolf-Sein. Es ist Zeit, mit dem alten Spiel um Jäger und Gejagten Schluss zu machen. Auch mancher Dorfbewohner spürt Veränderung. Die Großmutter bereitet sich auf das Ende ihres Lebens vor, der Jäger wünscht sich eine Frau an seiner Seite. Und was regt sich in dem Mädchen? „Sie sagen, dass ich jetzt kein Kind mehr bin!“ Während die Mutter in der Wirtsstube zurückbleibt, begibt sich das Mädchen in den Wald – und begegnet dort einem faszinierenden, unbekannten Wesen, das ihm nicht mehr aus dem Herzen will: dem Wolf! Der junge, in Österreich geborene Autor Andreas Jungwirth variiert ein Märchenthema: halb Rotkäppchen, halb kritisches Volksstück. Mit starker Sprache zeichnet er seine Figuren, auf der Suche nach sich selbst und sehnsüchtig nach dem, was das Leben für sie noch bereithält.