Inszenierung | Michael Helle
Bühne und Kostüme | Dieter Klaß
Musik | Gregor Schwellenbach
mit Uwe Zerwer (Claudius), Klaus Ziemann (Der Geist), Mathias Lodd (Hamlet), Hubert Schlemmer (Polonius), Tom Wild (Laertes), Matthias Kleinert (Horatio), Stefan Schuster (Rosencrantz), Tilman Meyn (Guildenstern), Oliver Burkia (Osric), Klaus Ziemann (1. Schauspieler / Herzog), Gerd K. Wölfle (2. Schauspieler / Herzogin / Lucianus), Karin Klein (Gertrud), Diana Wolf (Ophelia)
Hamlet, dem Prinzen von Dänemark, erscheint der Geist seines toten Vaters: Claudius habe ihn im Schlaf vergiftet! Dieser teilt inzwischen das Ehebett mit Hamlets Mutter – als Brudermörder und neuer König. Der junge Prinz soll und will den feigen Mord rächen. Doch wie vorgehen? Ist Gertrud, Hamlets Mutter, Teil des Komplotts? Warum verhält sich Ophelia, Hamlets Liebe, so abweisend – steckt auch sie mit den Regierenden unter einer Decke? Um Zeit zu gewinnen, spielt Hamlet den geistig Verrückten.
Hamlet kann Claudius am Ende zur Rechenschaft ziehen. Bis dahin vereitelt er Mordversuche an sich selbst, tötet im Affekt Polonius; dessen Tochter Ophelia wird wahnsinnig und ertrinkt – Hamlets Mission endet im Vielklang aus Rache und Raserei.
„Schein und Sein“ zieht sich als Leitthema durch Shakespeares wohl berühmtestes Werk. Mit der Titelfigur schuf er einen zwiespältigen Charakter zwischen Aufbegehren und Hadern, einen Kämpfer und Zweifler auf der Suche nach Selbsterkenntnis. Auch die anderen Figuren dieser Familiengeschichte mit tragischem Ausgang scheinen gefangen in innerer Zerrissenheit und der Suche nach Wegen und Auswegen.