Manche leben hier, weil ein Elternteil in Deutschland Arbeit gefunden hat. Oder eine neue Liebe. Manche sind hier gelandet, weil die Familie aus der Heimat fliehen musste. Manche sind hier geboren und dennoch fremd. Andere haben Darmstadt nie verlassen und ihre Heimat aber trotzdem verloren, im Zweiten Weltkrieg. Max Augenfeld und Nadja Soukup arbeiten bei diesem Projekt mit einer Gruppe von ganz jungen, älteren und sehr alten Menschen, deren Gemeinsamkeit im Verlust zu finden ist; Verlust eines Gefühls, Verlust der Muttersprache, Verlust eines Ortes. Die Biografien einzelner Teilnehmer verschmelzen mit Eindrücken, Gedanken und Erfahrungen, mit den Ergebnissen einer Darmstädter Recherche der Autorin Luise Rist. Der Text, der entstanden ist, versucht, den Menschen nahe zu kommen, ohne ihr Geheimnis zu verraten.
Premiere 15. März || Vorstellungen 16., 17., 18. und 19. März | Kammerspiele