Inszenierung | Alfonso Romero Mora
Bühne | Inna Wöllert
Kostüme | José-Manuel Vázquez
Mit Sonja Gerlach (Die junge Cuzzoni), Gerson Luiz Sales (La Cuzzoni), Werner Volker Meyer (Charles Burney)
Libretto von Marc Rosich | mit Solisten des Opernensembles des Staatstheaters Darmstadt | in katalanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion des Staatstheaters Darmstadt mit dem Festival d’Òpera de Butxaca i Noves Creacions, in Zusammenarbeit mit dem Institut Ramon Llull und dem Auditori Barcelona
La Cuzzoni ist eine Opera buffa mit dramatischem Inhalt und geht auf die im 18. Jahrhundert legendäre Sängerin Francesca Cuzzoni zurück. Als Händel sie entdeckte und 1722 für seine Royal Academy of Music in London engagierte, begann ihr Siegeszug. 1727 kam es zu einem Eklat im King’s Theatre in London: Bei einer Opernpremiere beschimpften sich die zwei Primadonnen Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni auf offener Bühne aufs allerheftigste, was die Cuzzoni in ganz Europa berühmt machte. Aufgrund ihres luxuriösen Lebensstils verschuldete sie sich jedoch immer mehr und musste sogar zweimal ins Gefängnis. Den Lebensunterhalt in ihren letzten Lebensjahren verdiente sich die Cuzzoni als Knopfmacherin. Sie starb 1770 völlig verarmt in Bologna im Alter von 72 Jahren. Agustí Charles‘ Oper auf ein Libretto von Marc Rosich, deren Darmstädter Inszenierung im November 2007 auch in Barcelona zu sehen sein wird, schildert uns das bittere, sarkastische und tragische Porträt dieser großen Diva am Ende ihrer Laufbahn: La Cuzzoni kehrt Jahre nach ihrer glorreichen Blütezeit nach London zurück, um eine Benefizabschiedsgala zu geben. Das schicksalhafte Problem ist nur: Benefiz für wen?