Musik Enric Palomar | Libretto Rebecca Simpson
Musikalische Leitung Harald Knauff | Regie und Kostüme Carlos Wagner |
Bühne Matthias Hönig | mit dem Ensemble der Oper Halle
Eine Koproduktion des Opernhauses Halle mit dem Gran Teatre del Liceu Barcelona und dem Festival d’Òpera de Butxaca i Noves Creacions (Uraufführung 25. Juni 2005)
Die Kammeroper Juana handelt von Johanna I. von Kastilien, bekannt als Johanna, die Wahnsinnige. Die Tochter der katholischen Königsfamilie und einzige rechtmäßige Erbin des Königreichs von Spanien fristete ihr Leben in Einsamkeit und ungerechtfertigter Gefangenschaft. Ihre Geschichte ist die der Bevormundung und Diskriminierung von Frauen. Juana wurde sowohl von ihrem Vater und ihrem Ehemann wie auch von ihrem Sohn Carlos im Kampf um den Thron benutzt. Die Oper identifiziert sich mit ihr. Szenen der Klarheit und Vertrautheit mit ihrer Tochter und einzigen Gefährtin Catalina kontrastieren in dem Werk mit Szenen von Misshandlung, Ungerechtigkeit und Verwirrung. Enric Palomar entwickelt in Juana eine ganz eigene musikalische Sprache, die in bestimmten spanischen Musiktraditionen verwurzelt ist und die Komplexität des Librettos unter der Verwendung von sechs Stimmregistern und einer minimalen Orchesterformation mit sechs Instrumenten mit bewundernswerter Kraft und Präzision entfaltet.