Inszenierung Martin Ratzinger
Mit Iris Melamed (Molly), Tom Wild (Frank), Klaus Ziemann (Dr. Rice)
Molly Sweeney ist eine ganz normale Mitdreißigerin. Ihr Leben hat sie gut eingerichtet, hat einen Beruf und viele Freunde. Ihre Hobbys sind Musik, Wandern, Schwimmen und Tanzen. Mit ihrem Ehemann Frank führt sie eine harmonische Ehe. Alles könnte wunderschön sein, doch gibt es ein Problem: Molly ist seit frühester Kindheit nahezu blind.
Frank beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Blindheit und Sehen. Er kommt zu der Überzeugung, dass er Molly helfen muss. Dr. Rice, vormals brillanter Augenarzt und internationale Kapazität, inzwischen alkoholsüchtig und in den Niederungen der Provinz versackt, soll das Augenlicht zurückbringen. Die risikoreiche Operation gelingt und für Molly beginnt ein neues Leben. Völlig neu lernt sie die Welt zu empfinden, erstmals kann sie Farben, Licht, Dinge und Menschen wahrnehmen. Aber in der neu empfundenen Umgebung ist nicht alles rosarot …
Mit großer Einfühlsamkeit, leisem Humor und fesselnder Spannung zeichnet der irische Dramatikers Brian Friel die Stationen dieser ungewissen Reise ins Land des Sehens nach. Friel hat sich für sein Stück von einer Fallstudie Oliver Sacks anregen lassen.