La Juive

(Die Jüdin)
Fromental Halévy
Oper in fünf Akten

Text von Eugène Scribe | Musik von Fromental Halévy | in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung | Martin Lukas Meister
Inszenierung | John Dew
Bühne | Heinz Balthes
Kostüme | José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung | André Weiss

Margaret Rose Koenn / Aki Hashimoto
 (Eudoxie), Susanne Serfling (Rachel), Zurab Zurabishvili (Eléazar), Thomas Mehnert (Kardinal Brogni), Mark Adler / Markus Durst (Léopold), Oleksandr Prytolyuk (Ruggiero), Werner Volker Meyer (Albert)  

Brogny verurteilte vor vielen Jahren als Oberhaupt des römischen Magistrats zwei Söhne des Juden Eléazar zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Eléazar wiederum hatte unbemerkt Brognys kleine Tochter aus einem brennenden Haus gerettet und sie in seinem Glauben erzogen. Von Brogny aus Rom verbannt, lebt Eléazar jetzt in Konstanz, wo sich Reichsfürst Léopold in die inzwischen erwachsene „Jüdin“ verliebt. Rachel ahnt nicht, wer ihr Geliebter, der sich als Jude ausgibt, in Wahrheit ist und auch nicht, dass er bereits der Nichte des Kaisers die Ehe versprochen hat. Als Brogny, inzwischen zum Kardinal aufgestiegen, nach Konstanz kommt und das Verhältnis Léopolds entdeckt wird, werden Eléazar und seine „Tochter“ zum Tode verurteilt. Zu spät erkennt Brogny die grausame Wahrheit.
La Juive war der erste große Kompositionsauftrag für Halévy. Als Librettist stand ihm der erfahrene Scribe zur Seite, für die Besetzung konnte er auf die Spitzenkräfte der Pariser Opéra zählen. In das Repertoire der Theater fand das Stück seinen Weg nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch nur zögernd, dabei ist es eine Oper voll berührender Momente. Selbst Richard Wagner bekannte, „nie eine dramatische Musik gehört zu haben, die mich so vollständig in eine längst vergangene Zeitepoche versetzt hätte“. 
La Juive von Fromental Halévy, einst eine ausgesprochene Erfolgsoper des Repertoires, war für lange Zeit von den Spielplänen verschwunden. Von John Dew vor 20 Jahren wieder entdeckt und durch Inszenierungen in Bielefeld, Nürnberg und Dortmund wiederbelebt, folgten mittlerweile Aufführungen in Wien, Paris, Zürich und Stuttgart. In Darmstadt steht die Oper nun in der französischen Originalsprache auf dem Spielplan. 

"Am [...] Sonntag war die Premiere im Großen Haus, und das Publikum applaudierte nach der über drei Stunden dauernden Aufführung lange und begeistert. Der Beifall galt vor allem den Sängern der beiden Hauptpartien: Susanne Serfling in der Titelrolle der Rachel und Zurab Zurabishvili als deren Ziehvater Eléazar."
Darmstädter Echo, vom 8. September 2008

Szenenbilder La Juive

 

Premiere 7. September 2008 | Großes Haus