Genannt Gospodin

Philipp Löhle

Inszenierung, Bühne und Kostüme | Ina Annett Keppel

Iris Melamed (Sie), Mathias Lodd (Er), Tilman Meyn (Gospodin) 

Gospodin ist aufgebracht: Ausgerechnet die Weltverbesserer Greenpeace haben ihm sein Lama weggenommen. Dabei war es doch als aufrichtige Einkommensquelle gedacht, in deutschen Fußgängerzonen. Eigentlich will Gospodin gar nichts von der Welt, schon gar nicht von der kapitalistisch-herrischen Struktur unserer Gesellschaft; sie soll ihn nur in Ruhe lassen. Doch seine soziale Umwelt sieht das zunehmend anders. Gospodin – eine sympathische Figur, zwischen Tagträumer und ernst zu nehmendem Utopisten. Im Bemühen, die totale Verweigerung von Besitz und Arbeit Realität werden zu lassen, bleibt er schließlich isoliert zurück. Doch als er plötzlich zu märchenhaftem Reichtum gelangt, wendet sich das Blatt …!
Ein humorvoll-nachdenkliches Stück über die engagierte Frage, ob es denn eigentlich gar keinen Ausweg aus dem System gibt?! Das Stück ist nominiert für den renommierten Mühlheimer Dramatikerpreis 2008.

Szenenbilder Genannt Gospodin

Premiere 10. Januar 2009 | Kammerspiele