Buddenbrooks

John von Düffel
Nach dem Roman von Thomas Mann

Inszenierung | Peter Hailer
Bühne und Kostüme | Etienne Pluss

Klaus Ziemann
 (Konsul), Margit Schulte-Tigges (Konsulin), Matthias Kleinert (Thomas), Andreas Manz (Christian), Christina Kühnreich (Tony), Iris Melamed (Gerda), Tom Wild (Grünlich), Hubert Schlemmer (Kesselmeyer), Gerd K. Wölfle (Permaneder), Stefan Schuster (Morten), Lukas Meyer / Jasper Müller (Hanno), Tobias Gross / Thorsten von Sünkel (Der Leutnant)
 

„Arbeite, bete und spare!“ lautet die Maxime für die erfolgreiche Chronik der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook. Doch die persönlichen Lebenswege und -schicksale der Familienmitglieder laufen diesem Grundsatz zuwider. John von Düffel legt in seiner Bearbeitung des berühmten Romans von Thomas Mann den Fokus auf die Konflikte der drei Geschwister Thomas, Christian und Tony. Unterschiedlicher können Charaktere nicht sein. Nach dem Tod des Vaters tritt Thomas, der Älteste, in dessen Fußstapfen. Als neues Familienoberhaupt strebt er nach erfolgreicher Fortführung der Geschäfte und persönlicher politischer Karriere. Christian hingegen hat sich stets mehr für das angenehme Leben, für Theater und Kunst interessiert als für kaufmännische Verantwortung. Und Tony, als einzige weibliche Stammhalterin, leidet unter den patriarchalischen Maßgaben der großbürgerlichen Kreise – ihre gescheiterten Ehen bedrohen das Ansehen der Familie. Der Niedergang der einst vermögenden und einflussreichen Buddenbrooks ist unaufhaltsam.
Thomas Mann erhielt für seinen Roman 1929 den Literaturnobelpreis. Die Welt, von der er darin berichtet, scheint von unserer heutigen Gesellschaft gar nicht so verschieden. Es sind die Mechanismen der Macht und des Geldes, die Träume, Sehnsüchte und das persönliche Glück des Einzelnen bestimmen und zerstören können.

Szenenbilder Buddenbrooks

Premiere 13. September 2008 | Kleines Haus