The New Electric Ballroom

Schauspiel von Enda Walsh

Inszenierung Romy Schmidt
Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Margit Schulte-Tigges (Clara), Sonja Mustoff (Breda), Maika Troscheit (Ada), Hans Matthias Fuchs (Patsy)

Wenn einen die Vergangenheit nicht loslässt, wie kann man dann in der Gegenwart existieren? Die Schwestern Clara und Breda leben in der Erinnerung an Roller Royle: Ein Frauenschwarm und Sänger, der ihnen vor vierzig Jahren im New Electric Ballroom die Herzen brach. Wieder und wieder erzählen sie ihrer jüngeren Schwester Ada von diesem Ereignis. Einzig das Reden, so scheint es, bannt die Sehnsucht nach Liebe, den Hunger auf Leben und den bitteren Schmerz der Ablehnung. Das Reden wird zum Ritual und zugleich zum trügerischen Halt, der alle lebensunfähig macht: Immer mehr wird das Haus zur Enklave und zum Bollwerk gegen die Außenwelt. Einzig Fischhändler Patsy bricht den Boykott der Schwestern gegen das Leben. Eine zufällige Entdeckung eröffnet schließlich doch einen Ausweg, einen „wondrous place“ ...
Die Charaktere des irischen Autoren Enda Walsh sind Gefangene ihrer selbst, deren Bemühungen so grotesk wie komisch wirken. Virtuos und immer am Rande der Absurdität: Die Fachzeitschrift Theater heute wählte Walsh zum „Ausländischen Dramatiker des Jahres 2005“.

Szenenbilder The New Electric Ballroom

Premiere 26. März 2009 | Kammerspiele