
Choreografie und Kostüme | Stephan Thoss
Bühne | Stephan Thoss/Arne Walther
heim suchen | Musik von Philip Glass
Bolero | Musik von Max Raabe und das Palastorchester, Maurice Ravel
Musik ruft in uns verschiedene Emotionen und Reaktionen hervor. Ihre Magie berührt die Seele und bringt die inneren Saiten zum Erklingen. So inspiriert sie Künstler zu ihren Werken; sie hat die Kraft, Choreografen zu beflügeln, die Bilderwelt des inneren Auges sichtbar zu machen. Die Assoziationen der Musik sind dabei spontan, zufällig und verschleiern gerne ihre Herkunft. Doch in ihnen sind die wichtigsten Energien verborgen – die Kraft der Inspiration und der Wille zu gestalten und zu formen. Die innere Stimme der Musik ist ausschlaggebend. Sie hilft, wenn sie uns wie ein zartes Netz umschließt und nicht mehr loslassen will. Auf diese Weise wählte Stephan Thoss die Kompositionen für diesen Ballettabend – verführerisch, mit strahlender Leidenschaft oder auch spontanem Witz. Die Bilder des inneren Auges machen sich von unserer realistischen Bilderwelt frei und ermöglichen eine andere Sicht auf unser Leben. Das Auge der Welt steht symbolisch für diese Schau hinter den alltäglichen Horizont. Der lustvolle Blick auf das Unbekannte verbindet die beiden Choreografien dieses Ballettabends: Der Unruhe stiftende Geist in heim suchen und die vitalisierende Dynamik und Steigerung des so vertrauten und dennoch explosiven Bolero.
Kooperation mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden