Der dritte Sinn-Deflorage à Froid

Christina Comtesse

Choreografie und Konzept | Christina Comtesse
Musik | Tobias Gremmler
Bühne | Corina Krisztian-Klenk
Kostüme | Ulrike Schörghofer

Dimitra Charalampous
/ Pao-Su Chiang (Grenouille), Danny Gillard / Eran Gisin (Grenouilles Mutter), Andressa Miyazato, Eszter Kozár, Milou Nuyens, Maasa Sakano, Sabine Prokop (Ammen), Tatiana Marchini (Pflegemutter),  Andressa Miyazato (1. Jungfrau), László Kocsis (Parfümeur), Celedonio Indalecio Moreno Fuentes (That odour must go), Milou Nuyens [2. Jungfrau (Beine)], Eszter Kozár [3. Jungfrau (Arme)], Andressa Miyazato [4. Jungfrau (Oberkörper)], Tatiana Marchini (Madame), Simone Deriu (Madames Liebhaber), Vicci Viles [Kindweib (Gesicht)], Peter de Grasse (Kindweibs Vater), Daniel Gillard / Eran Gisin (Rot, scharf und brenzlig), Dimitra Charalampous, Pao-Su Chiang, Simone Deriu, Daniel Gillard, Peter de Grasse, Eran Gisin, Igor Kirov, László Kocsis, Eszter Kozár, Tatiana Marchini, Andressa Miyazato, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, Milou Nuyens, Sabine Prokop, Maasa Sakano, Vicci Viles (in wechselnden Rollen)

„Der Duft allein unter den spürbaren Dingen kann den Menschen entweder töten oder ihn neu erschaffen.“ (Jérome Cardon, 1550)
Die Nase des Menschen warnt uns und wacht über uns. „Ich kann dich nicht riechen“ lautet unser vernichtendes Urteil über alle, deren Nähe wir nicht ertragen können. Was aber passiert mit uns, wenn ein Mensch keinen Geruch hat, wir nicht in der Lage sind, ihn zu riechen? Etwas fehlt. Dieser Mensch ist uns unangenehm. Ohne uns der Ursache bewusst zu sein, existiert er auf einer bestimmten Ebene nicht. Das Tanztheaterstück von Christina Comtesse handelt von einem Charakter, der in einer surrealen Welt gefangen ist, einer Welt im Wahn der Düfte.
Ohne eigenen Geruch fristet er in Der dritte Sinn – Deflorage à Froid das Dasein eines Außenseiters und versucht alles, um akzeptiert zu werden. Frei nach Motiven von Patrick Süskind wird von einem Besessenen erzählt, der die wahnwitzige Lebensaufgabe verfolgt, mit Hilfe narkotischer Düfte seine Mitmenschen zu manipulieren und zu beherrschen. Das Stück von Christina Comtesse wurde 1996 an der Berliner Volksbühne uraufgeführt und begeisterte dort Publikum und Presse. Die Vorstellungen wurden von realen Gerüchen untermalt, die Zuschauer mit Düften jeder erdenklichen Note konfrontiert. Folgen Sie uns nun in die Kammerspiele und lassen Sie sich von einem tänzerischen und olfaktorischen Erlebnis begeistern.

Szenenbilder Der dritte Sinn

Premiere 30. Januar 2009 | Kammerspiele