
Musikalische Leitung | Lukas Beikircher
Inszenierung und Choreografie | Mei Hong Lin
Bühne und Kostüme | Thomas Gruber
Cantiones profanae cantoribus et choris cantandae comitantibus instrumentis atque imaginibus magicis
(Weltliche Gesänge für Soli und Chor mit Begleitung von Instrumenten und mit Bildern)
Peter de Grasse / László Kocsis (Schicksal), Dimitra Charalampous, Pao-Su Chiang, Simone Deriu, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, Danny Gillard, Eran Gisin, Igor Kirov, Eszter Kozár, Tatiana Marchini, Andressa Miyazato, Milou Nuyens, Sabine Prokop, Maasa Sakano, Vicci Viles (Tänzerinnen und Tänzer), Aki Hashimoto / Margaret Rose Koenn (Sopran), David Pichlmaier / Oleksandr Prytolyuk (Bariton), Markus Durst / Lucian Krasznec (Tenor), Chor und Extrachor des Staatstheaters Darmstadt, Singschule der Darmstädter Kantorei (Einstudierung: Christian Roß), Paulus Kinderchor (Einstudierung: Wolfgang Kleber), Bewegungschor des Staatstheaters Darmstadt, Staatsorchester Darmstadt
Vierter Beitrag unserer Reihe Das Werk von Carl Orff
Lieder und Gedichte aus der Benediktbeurer Handschrift Carmina Burana in lateinischer und deutscher Sprache „O Fortuna“ – mit diesem Anruf der Schicksalsgöttin, die an dem Rad des Schicksals dreht, beginnt und endet das wohl populärste Werk des Komponisten Carl Orff.
Die Handschrift Carmina Burana, die im Kloster Benediktbeuren gefunden wurde, gilt als die wichtigste und umfangreichste Sammlung mittelalterlicher weltlicher Lyrik. Sie enthält Angriffe gegen die Missstände des Staates und der Kirche, gegen die Macht des Gelds und den Verfall der Sitten ebenso wie Tanz- und Liebeslieder, die den Freuden des Fressens, Saufens, Spielens und Liebens huldigen, und bietet somit einen bunten Querschnitt durch die Themen der mittelalterlichen Welt. Als Orff diese Sammlung entdeckte, war er von den Dichtungen fasziniert. Sie schienen ihm der ideale Gegenstand, um seiner Vorstellung von der elementaren Kraft des Rhythmischen neue Geltung zu verleihen.
Mit der Uraufführung der Carmina Burana 1937 in Frankfurt hat sich Orff als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts vorgestellt.
Nach dem großen Erfolg von Ainadamar in der vergangenen Spielzeit wird Mei Hong Lin, Direktorin des Tanztheaters Darmstadt, Carmina Burana als weiteres spartenübergreifendes Projekt des Musiktheaters und des Tanztheaters auf die Bühne bringen.