
Inszenierung Boris C. Motzki
Mit Anne Hoffmann
Nur die junge Else kann die Familie vor dem finanziellen und gesellschaftlichen Ruin retten. Ihr Vater hat Geld veruntreut und nun soll sie den Kunsthändler von Dorsday, einen alten Freund der Familie, um Hilfe bitten. Von Dorsday ist einverstanden, unter der Bedingung, Else eine Viertelstunde "nur von Sternenlicht bekleidet" anschauen zu dürfen. Zerrüttet vom moralischen Konflikt, begeht Else schließlich Selbstmord. Arthur Schnitzler hat in Fräulein Else Sigmund Freuds Studien über das Unterbewusste literarisch verarbeitet und beschreibt zugleich kritisch eine von Zwängen und Ängsten deformierte bürgerliche Gesellschaft. Ein in Erzähltechnik wie tragischer Spannung wegweisendes Werk.