
Inszenierung Romy Schmidt
mit Andreas Manz
Ribbeck (ja, im Havelland!) 1990: Medienträchtiger Besuch aus dem Westen pflanzt einen Birnbaum im Zeichen der Wiedervereinigung. Im Kopf des birnenschnapstrinkenden Erzählers torkeln dabei die widersprüchlichsten Gefühle durcheinander. Sein starker Monolog demontiert die betuliche Idylle des Dorfes und seiner Bewohner, die Fontane einst in seiner Ballade beschwor.
Zwischen Erinnerungen an Feudalherrschaft, Nazidiktatur und DDR-Sozialismus beschreibt Delius 150 Jahre deutsche Geschichte. So wird das Geschehen um die wohl berühmtesten Birnen Deutschlands zum Protest gegen den allgemeinen Gedächtnisverlust.