Deutsch von Gerda Scheffel
Inszenierung Tilman Gersch
Bühne und Kostüme Henrike Engel
Musik Zygmunt Apostol, Ernst August Klötzke
Michael Günther (Graf Almaviva), Evelyn M. Faber (Gräfin Almaviva), Michael von Burg (Figaro), Friederike Ott | Lissa Schwerm (Suzanne), Monika Kroll (Marcelline), Benjamin Krämer-Jenster (Antonio), Zygmunt Apostol (Cherubim), Jörg Zirnstein (Bartholo), Florian Thunemann (Bazile), Martin Müller (Brid' Oison)
Endlich ist der Tag da, an dem Figaro seine schöne Suzanne heiraten will – da kommt ihm sein Herr, der Graf Almaviva, in die Quere. Doch Figaro wäre nicht der gewitzte Diener, wenn er sich einfach geschlagen gäbe. Er zettelt mit seiner Braut und der Gräfin ein Komplott an. Der Page Cherubim, der allen Frauen den Hof macht, weckt die Eifersucht des Grafen. Figaro muss wachsam sein. Als dann noch die ältliche Marceline darauf pocht, von Figaro geheiratet zu werden, weil er ihr einst die Ehe versprach, scheint der Plan zu platzen. Doch nach etlichen Verwicklungen landet am Ende dieses tollen Tags doch jeder im richtigen Bett.
Le mariage de Figaro ist das berühmteste Werk des französischen Dramatikers Beaumarchais, das mit schlagfertigem Witz, mit einer überbordenden komödiantischen Handlung und brillanten Dialogen glänzt. Tilman Gersch betont in seiner Inszenierung den Spielcharakter, das luftig Improvisierte, die Lust an Verkleidung und Verstellung. Beaumarchais’ (1732-1799) unterhaltsame Komödie wirft ganz nebenbei einen scharfen Blick auf ungerechte Abhängigkeitsverhältnisse und Formen von Machtmissbrauch, die bei der Veröffentlichung im Jahre 1778 den französischen König erzürnten. So fiel Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit zunächst der Zensur zum Opfer und wurde erst sechs Jahre nach der Entstehung in der Pariser Comédie Française uraufgeführt. Das Stück bildete den mittleren Teil einer Trilogie (1775 Der Barbier von Sevilla und 1792 Die schuldige Mutter) und diente später Wolfgang Amadeus Mozart als Vorlage für seine Oper Die Hochzeit des Figaro.
Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
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Aufführungsdauer etwa 1 Stunde 40 Minuten, ohne Pause