
Mit Freude und Stolz begrüße ich Sie zur neuen Konzertsaison 2009 | 2010 ! Mit Stolz nicht nur, weil ich denke, dass es uns gelungen ist, eine interessante Reihe renommierter Solisten und Gastdirigenten sowie ein reichhaltiges, abwechslungsreiches Programm mit Werken des sinfonischen Kernrepertoires in Verbindung mit mancher zur Entdeckung einladenden Neuheit oder Rarität zusammenzustellen; mit Stolz vor allem auch deshalb, als neuer Generalmusikdirektor in den kommenden Jahren an die bedeutende Musiktradition Darmstadts, seines Theaters und seines Orchesters anknüpfen zu dürfen, und hier viele meiner künstlerischen Vorstellungen und Herzensangelegenheiten in die Tat umsetzen zu können. In Darmstadt freue ich mich auf ein Publikum, welches ich bisher als interessiert und anteilnehmend, neugierig aber kritisch, anspruchsvoll und vor allem begeisterungsfähig erlebt habe. Ein solches Publikum kann sich jeder Künstler nur wünschen! Ein personeller Neuanfang bringt natürlich auch Änderungen mit sich, von denen ich hoffe, dass Sie sie gerne annehmen und wohlwollend mittragen werden. Ich freue mich, dass es künftig nicht nur vor ausgewählten Sinfoniekonzerten, sondern grundsätzlich vor jedem Sinfoniekonzert eine Einführung im Foyer geben wird, bei der Sie sich durch unseren neuen Konzertdramaturgen
Dr. Christoph Gaiser in Wort und Ton auf das zu Hörende einstimmen lassen können. Die Reihe Musik des 20. Jahrhunderts werden Sie in diesem Heft vielleicht vermissen, wir werden aber nach Wegen suchen, das spezifische Ambiente der Centralstation weiterhin für Konzerte mit neuerer und neuester Musik zu nutzen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist ein zusätzliches Jugendkonzert in der Centralstation im Mai 2010. Ein herzlicher Dank sei den Musikern des Staatsorchesters Darmstadt ausgesprochen, die durch ihr Engagement die Konzertreihe Soli fan tutti ermöglichen, und ganz besonders sei unserem Solocellisten Michael Veit gedankt, der diese Reihe seit Jahren auf beherzte Weise organisatorisch betreut. Würdigen möchte ich an dieser Stelle auch die Arbeit von Evelyn Meining, aus der auch in dieser Saison wieder eine hochkarätig besetzte Kammerkonzertreihe mit fantasievoll zusammengestellten Programmen hervorgegangen ist. Nun wünsche ich Ihnen anregende und beglückende Konzerterlebnisse, und sollte es mir am Ende meiner ersten Darmstädter Spielzeit gelungen sein, die in mich gesetzten Erwartungen erfüllt, Sie das ein oder andere Mal womöglich auch überrascht zu haben, werden mein Stolz und meine Freude noch größer sein.
Herzlich, Ihr Constantin Trinks