Isabelle van Keulen Violine
Aleksandar Madzar Klavier
Ludwig van Beethoven Sonate für Violine und Klavier Nr. 8 G-Dur op. 30 Nr. 3
Franz Schubert Fantasie C-Dur D 934
Sergej Prokofjew Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 op. 80 | Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35a
Im 8. Kammerkonzert sind zwei weltweit anerkannte Musiker im Staatstheater Darmstadt zu Gast, die als Solisten Erfolge feiern, aber sich dabei immer die Liebe zur kleinen Form der Kammermusik bewahrt haben. Isabelle van Keulen ist als Geigerin wie als Bratschistin von Weltklasse dank ihrer großen Ausstrahlung und musikalischen Vielseitigkeit längst eine der gefragtesten Musikerinnen ihrer Generation. Sie ist im Lauf ihrer Karriere mit zahlreichen namhaften Orchestern und Dirigenten aufgetreten. Ihr Klavierpartner, der aus Belgrad stammende Aleksandar Madzar, wird für sein feinsinniges Spiel als Solist wie auch als Kammermusiker geschätzt und konzertiert in allen großen internationalen Musikzentren. In Darmstadt präsentieren die beiden Musiker ein Licht-und-Schatten- Programm: Neben Beethovens schwungvoller und unbeschwerter Violinsonate op. 30 Nr. 3 erklingt Franz Schuberts ein Jahr vor seinem Tod entstandene virtuose C-Dur-Fantasie, deren Vielfalt an Ideen uns heute fasziniert, die von seinen Zeitgenossen jedoch als zu neutönerisch abgelehnt wurde. Ideenreichtum prägen auch Prokofjews 1925 in den USA geschriebene fünf Melodien op. 35a sowie seine Erste Violinsonate: Die Wechsel von energievollen Ausbrüchen, lyrischen und virtuosen Passagen in diesem Werk sind jedoch weniger Ausdruck von Lebensfreude als ein Spiegel von Prokofjews Befinden, der zum Zeitpunkt der Entstehung der Sonate gesundheitlich angeschlagen war und politische Repressalien befürchten musste.