Marie-Luise Hinrichs Klavier
Crux Quartett
Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert Es-Dur KV 449, Klavierkonzert A-Dur KV 414
Alfred Schnittke In Memoriam für Klavier und Streichquartett
Klavierkonzerte in einem Kammerkonzert – da möchte man doch zunächst mal einen Schreibfehler vermuten! Doch hat es damit schon seine Richtigkeit. Als sich der anerkannte Klaviervirtuose Wolfgang Amadeus Mozart in seiner neuen Heimatstadt Wien auch als Komponist profilieren wollte, komponierte er eine Reihe von Klavierkonzerten, welche man sowohl bey großem Orchestre mit blasenden Instrumenten, als auch nur a quattro, nämlich mit zwei Violinen, einer Viole und Violoncello aufführen kann, wie er annoncieren ließ und sich damit sowohl für den Konzertsaal wie auch für das häusliche Musizieren empfahl. Es sind lebensfrohe Werke, die trefflich seinen Neuanfang in Wien markieren. Alfred Schnittkes Klavierquintett hingegen ist ein sehr kontemplatives Werk; eindrucksvoll gestaltet er das dem Andenken seiner Mutter gewidmete Quintett als feinsinnige Erinnerungsmusik. Mut und Experimentierfreude, wie sie in diesem Programm zusammenkommen, sind ein Markenzeichen der Pianistin Marie-Luise Hinrichs. Diese Eigenschaften begleiten sie seit dem Beginn ihrer Karriere, als die 14-jährige für den erkrankten Stefan Askenase einsprang. In den vergangenen Jahren hat sie mit zahlreichen ungewöhnlichen Projekten eine ganz eigene und unverkennbare Handschrift gezeigt. Ihre überbordende Musizierlust findet Widerhall im engagierten Spiel des Crux Quartetts, dessen Mitglieder dem WDR-Sinfonieorchester Köln und dem Leipziger Gewandhausorchester entstammen.