Mitglieder des Schauspielensembles Rezitation
Andreas Daum Bass
Hans Drewanz Musikalische Leitung
Claude Debussy Nuages und Fêtes aus Nocturnes
Bernd Alois Zimmermann Ich wandte mich um und sah an das Unrecht, das geschahunter der Sonne. Ekklesiastische Aktion für zwei Sprecher, Bass-Solo und Orchester
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Im Dezember 2009 feiert Hans Drewanz, der langjährige Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt, seinen 80. Geburtstag. Wie könnte das Staatstheater Darmstadt diesen Ehrentag besser würdigen als mit einem Konzert, bei welchem er selbst am Pult des Staatsorchesters steht? Im Mittelpunkt des Programms steht Bernd Alois Zimmermanns letztes Werk, welches biblische Texte mit Romanauszügen von Dostojewskij kombiniert. Flankiert wird es von Brahms’ streng gearbeiteter Vierter Sinfonie und zwei Sätzen aus dem Orchestertriptychon Nocturnes von Claude Debussy, der von Bernd Alois Zimmermann sehr geschätzt und dessen Modernität der Klangarchitektur und Instrumentation auch von vielen anderen Komponisten des 20. Jahrhunderts als beispielgebend eingestuft wurde.
Hans Drewanz studierte an der Musikhochschule Frankfurt am Main und erhielt sein erstes Engagement an der Oper Frankfurt. Von 1963 bis 1994 wirkte er als Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Gastdirigate im Konzertbereich führten Hans Drewanz unter anderem zum Finnischen Radiosinfonieorchester, zum Orchestre du Capitole de Toulouse sowie zum NHK-Orchester in Tokio. Hans Drewanz ist Ehrenmitglied des Staatstheaters Darmstadt und Ehrendirigent des Staatsorchesters Darmstadt.
Harald Schneider studierte an der Schauspielschule Bochum. Seine Engagements führten ihn von Bielefeld über Konstanz nach Gießen, wo er elf Jahre lang in zahlreichen Rollen zu sehen war, bevor er 2004/2005 ins Ensemble des Staatstheaters Darmstadt wechselte. Er war unter anderem in den Titelrollen von Marlowes Doktor Faustus und Tschechows Onkel Wanja, als Protagonist in Mc Phersons Einpersonenstück St. Nicholas sowie als Bassa Selim in der Opernproduktion Die Entführung aus dem Serail zu sehen und spielt in der laufenden Saison unter anderem den Schlomo Herzl in Taboris Farce Mein Kampf.
Aart Veder erhielt seine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. 1972 führte ihn sein erstes Engagement an das Schauspiel Essen, bevor er 1974 ans Nationaltheater Mannheim wechselte. Seit der Spielzeit 1978/1979 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Unter den unzähligen Rollen, die er hier seither spielte, sei diejenige des Marquis von Posa in Rudolf Sellners Don Karlos-Inszenierung hevorgehoben. In der aktuellen Spielzeit verkörpert er unter anderem den Sultan Saladin in Lessings Nathan der Weise sowie den Pit in Kurt Drawerts neuem Stück Das Gegenteil von gar nichts und gestaltet aufs Neue die szenische Lesung Mein Leben mit Mozart in den Kammerspielen.
Andreas Daum wurde in Dresden geboren, wo er nach einer Lehre als Fernmeldemonteur Gesang studierte. Nach Engagements an der Staatsoper Dresden, den Sächsischen Landesbühnen Dresden und dem Theater der Stadt Heidelberg kam er 2004 als Ensemblemitglied ans Staatstheater Darmstadt und war hier in den vergangegen Spielzeiten unter anderem als Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg, als Großinquisitor in Don Carlos, als Kecal in Die verkaufte Braut sowie als Klingsor in Parsifal zu sehen. In der aktuellen Spielzeit singt bzw. sang er unter anderem den Dikoj in Katja Kabanowa, den König in Aida, sowie den Matsuo in Gisei – das Opfer.
Einführung jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn im Foyer