Text von Lorenzo da Ponte nach der Komödie La Folle journée ou Le Mariage de Figaro von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
David Pichlmaier | Oleksandr Prytolyuk (Graf Almaviva), Alexandra Lubchansky | Anja Vincken (Gräfin Almaviva), Aki Hashimoto | Susanne Serfling (Susanna), Kihwan Sim (Figaro), Erica Brookhyser (Cherubino), Elisabeth Hornung (Marcellina), John In Eichen | Thomas Mehnert (Bartolo), Andreas Wagner (Basilio), Lasse Penttinen (Don Curzio), Hans-Joachim Porcher (Antonio), Margaret Rose Koenn | Maria Victoria Jorge Hernándiz (Barbarina), Yun Jeong Cho, Hanna Broström (Zwei Mädchen)
Ein Welttheater der Liebe in mannigfaltigen Verästelungen und Verwirrungen entfaltet sich in Mozarts Oper Le nozze di Figaro. Graf Almaviva hat auf das alte feudale Vorrecht des „ius primae noctis", das jede Neuvermählte verpflichtete, die Hochzeitsnacht mit dem adligen Grundherrn zu verbringen, verzichtet. Nun, da sein Kammerdiener Figaro vor der Hochzeit mit Susanna, der Kammerzofe, steht, verweigert der Graf seine Einwilligung, da er sich bei der hübschen Susanna eigene Chancen ausmalt. Seine Eifersucht erregt zudem der mit allen Frauen des Schlosses flirtende Page Cherubino, dessen ungestümes Begehren nicht einmal vor der Gräfin haltmacht. Um den eifersüchtigen Grafen zu kurieren und ihm gleichzeitig die Einwilligung zur Hochzeit abzulisten, bereitet Figaro mit der Gräfin und Susanna einen Plan vor. Erst am Ende des „tollen Tages", an dem dies alles geschieht, lösen sich die Missverständnisse, Konflikte und Intrigen auf ebenso verblüffende wie harmonische Weise – und Figaros Hochzeit kann stattfinden.
Als sich am Abend des 1. Mai 1786 der Vorhang über der Premiere senkte, war Mozart und seinem Librettisten Lorenzo da Ponte nicht nur ein Geniestreich gelungen, sondern auch ein Publikumserfolg, wie er sich zu Lebzeiten Mozarts so nicht wiederholen sollte. Die Verstrickung im Netz der Intrigen, die Verstörung und Melancholie der Figuren, das ständige Schwanken zwischen Vertrauen und Misstrauen, die seelischen Abgründe und die Verwirrung der Gefühle – für all dies hat Mozart eine musikalische Sprache gefunden, die den Hörer unmittelbar erreicht und berührt.
Kooperation mit den Städtischen Bühnen Münster
Aufführungsdauer etwa 3 Stunden 30 Minuten | Pause nach dem 2. Akt