Fidelio


Ludwig van Beethoven | Oper in zwei Aufzügen

Text von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke | nach dem Libretto Léonore ou l’amour conjugal von Jean-Nicolas Bouilly

Musikalische Leitung Constantin Trinks
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung André Weiss

David Pichlmaier | Oleksandr Prytolyuk (Don Fernando), Bastiaan Everink | Kay Stiefermann (Don Pizarro), Hans-Georg Priese | Norbert Schmittberg (Florestan), Katrin Gerstenberger (Leonore), Thomas Mehnert | John In Eichen (Rocco), Margaret Rose Koenn | Susanne Serfling (Marzelline), Lucian Krasznec | Sven Ehrke (Jaquino), Juri Lavrentiev | Lasse Penttinen (1. Gefangener), Malte Godglück | Werner Volker Meyer (2. Gefangener)

Kaum ein anderes Werk der Opernliteratur vermag so unmittelbar und so eindringlich an Ungerechtigkeit, Unterdrückung und politische Willkür zu erinnern wie Beethovens Fidelio.
Willkürlich hält Don Pizarro, der Gouverneur eines Staatsgefängnisses, politische Gefangene in Haft. Unter ihnen befindet sich auch Florestan, sein politischer Gegner. Leonore, Florestans Gattin, ist als Mann verkleidet unter dem Decknamen „Fidelio" in die Dienste des Kerkermeisters Rocco getreten, um ihn zu suchen. Als der Gouverneur erfährt, dass dem Gefängnis eine Visite des Staatsministers bevorsteht, beschließt er, Florestan zu töten. Rocco erteilt er den Auftrag, ein Grab auszuheben. Leonore soll dabei helfen. Im Kerker findet sie schließlich Florestan, und es gelingt ihr, ihn mit Waffengewalt vor der Ermordung zu retten. Der Minister Don Fernando befreit die Gefangenen.
Ludwig van Beethoven war nie das, was man üblicherweise unter einem Opernkomponisten versteht. Lange hatte er nach einem Stoff gesucht, mit dem er seine persönlichen Überzeugungen von Freiheit, Liebe und Humanität ausdrücken konnte. Das Textbuch, das von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke nach einer französischen Vorlage eingerichtet wurde, geht auf eine historische Begebenheit zurück. Tatsächlich ist Fidelio Beethovens einzige Oper geblieben. An keinem anderen Werk hat er so lange gearbeitet – zwölf Jahre, drei Fassungen und vier Ouvertüren zeugen davon. Erst in der dritten, endgültigen Fassung erlebte das Werk 1814 den ihm gebührenden Erfolg.

Szenenbilder „Fidelio”

Premiere 25. September 2010 | Großes Haus

Aufführungsdauer etwa 2 Stunden 30 Minuten | eine Pause

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