Die Walküre

Richard Wagner | Erster Tag aus dem Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen
 

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Gerd Albrecht (12.2.2012) | Ralf Weikert (6.4.2012)
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez

Christian Elsner (Siegmund), John In Eichen (Hunding), Ralf Lukas (Wotan), Susanne Serfling (Sieglinde), Katrin Gerstenberger (Brünnhilde), Gundula Hintz (Fricka), Carola Glaser (Helmwige), Bernadette Flaitz (Gerhilde), Maria Victoria Jorge Hernándiz (Ortlinde), Erica Brookhyser (Waltraute), Anja Vincken (Siegrune), Gundula Schulte (Roßweiße), Hye-Young Choi (Grimgerde), Elisabeth Hornung (Schwertleite)

Seitdem sich der Ring im Besitz Fafners befindet, gilt Wotans Streben der Absicherung seiner Macht. So hat er nicht nur neun Walküren gezeugt, die für ihn die gefallenen Helden nach Walhall bringen, sondern auch das Wälsungenpaar Siegmund und Sieglinde. Denn während ihm selbst durch Verträge die Hände gebunden sind, ersehnt er einen freien Helden, der unbekümmert um Sitten und Verträge den Ring zurückgewinnen und die Welt dadurch vor dem Fluch des Rings bewahren könnte. Doch diese Funktion wird erst Siegmunds Sohn Siegfried erfüllen.
Auf der Flucht vor Feinden gelangt Siegmund in das Haus Hundings, in dessen Ehefrau er seine Zwillingsschwester Sieglinde wiederfindet. Sie weist ihm ein Schwert, das ein Unbekannter – Wotan selbst – einst in den Stamm der Esche des Hauses gestoßen hat. Siegmund gewinnt sich das Schwert, das er Nothung nennt, als Waffe gegen Hunding, und Siegmund und Sieglinde geben sich ihrer Liebe hin. Wotan, der Siegmund im Zweikampf gegen Hunding begünstigen will, muss einlenken, als ihm seine Gattin Fricka die Verletzung der heiligen Rechte der Ehe durch den Inzest des Geschwisterpaares vorhält. Wotan muss Siegmund unterliegen lassen. Brünnhilde, die sich aus Mitleid mit Siegmund und Sieglinde gegen Wotans Willen zu stellen versucht hatte, flieht mit der schwangeren Sieglinde und kündigt ihr an, dass sie den Helden Siegfried gebären wird. Den Ungehorsam seiner Lieblingstochter bestraft Wotan, indem er Brünnhilde auf einem von Feuer umgebenen Felsen in Schlaf versenkt, aus dem sie nur der mutigste Held wird erwecken und befreien können. Auch diese Perspektive zielt bereits auf Siegfried und damit auf den "Zweiten Tag" der Tetralogie.
Die Darmstädter Neuinszenierungen von Das Rheingold und Die Walküre sind als Bestandteile eines vollständigen Ring-Zyklus geplant, der schon in der folgenden Spielzeit 2011 | 2012 mit Siegfried und Götterdämmerung komplettiert werden wird.

Szenenbilder „Die Walküre”

Premiere 26. Juni 2011 | Großes Haus