Text von Giovanni Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Schauspiel von David Belasco | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Martin Lukas Meister
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez
Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton hat sich bei einem Aufenthalt in Nagasaki in die Geisha Cio-Cio-San verliebt, die von allen nur „Butterfly" gerufen wird. Der üblichen Gepflogenheit folgend, vereinbart er mit dem Kuppler Goro, dass er das Mädchen „auf Zeit" heiraten darf. Den besorgten Hinweis des amerikanischen Konsuls Sharpless, dass Cio-Cio-San die Verbindung sehr ernst nehme, schlägt Pinkerton leichtfertig in den Wind. Bei der Hochzeitsfeier kommt es zum Eklat, als Cio-Cio-Sans Onkel, ein Shinto-Priester, seine Nichte des Verrats an den einheimischen Göttern bezichtigt. Die Verwandtschaft wendet sich von Cio-Cio-San ab. Pinkerton vermag seine Braut zu trösten, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Pinkerton verlässt Nagasaki und niemand außer Cio-Cio-San glaubt an seine Rückkehr. Drei Jahre später kehrt Pinkerton zurück, mittlerweile hat er eine Amerikanerin geheiratet. Sharpless soll ihr dies schonend bei- bringen. Doch er bringt dies nicht übers Herz, da ihm Cio-Cio-San überraschend ein Kind präsentiert, das aus der Verbindung mit Pin-kerton hervorgegangen ist. Die Amerikaner fassen den Vorsatz, das Kind in ihre Obhut zu bekommen, Pinkerton fehlt jedoch weiterhin der Mut, dies von Cio-Cio-San bei einem direkten Aufeinandertreffen einzufordern. Nachdem sie erkannt hat, dass ihr Warten vergebens war, ist und sein wird, nimmt sich Cio-Cio-San mit dem Samurai- Schwert ihres Vaters das Leben.
Angeregt durch David Belascos Erfolgsstück über den tragischen Ausgang einer Liebe zwischen ungleichen Partnern, schuf Puccini eine der großen Opernpartituren der Jahrhundertwende, in welcher exotisches Kolorit, lyrischer Schmelz und emotionale Verdichtung auf bestrickende Weise zusammenfließen.