Der Mond

Carl Orff | Ein kleines Welttheater


Siebter Beitrag unserer Reihe Das Werk von Carl Orff

Musikalische Leitung Lukas Beikircher
Inszenierung John Dew
Choreografie Anthoula Papadakis
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung Markus Baisch

Lasse Penttinen Joan Ribalta (Der Erzähler), Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Minseok Kim/Peter Koppelmann, Florian Götz (Vier Burschen), Werner Volker Meyer (Ein Bauer) Andreas Wagner (Ein Bauer, 22.04.), Malte Godglück (Ein Schultheiß) Werner Volker Meyer (Ein Schultheiß, 19.05.), Marc Pierre Liebermann (Ein Wirt), Monte Jaffe (Petrus)

„Vorzeiten gab es ein Land, wo die Nacht immer dunkel und der Himmel wie ein schwarzes Tuch darüber gebreitet war, denn es ging dort niemals der Mond auf und kein Stern blinkte in der Finsternis.“ So beginnt das Märchen Der Mond in der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, an dem sich Carl Orff orientiert. Aus diesem dunklen Land machen sich vier Burschen auf die Wander- schaft. In einem anderen Land entdecken sie eine leuchtende Kugel, die an einer Eiche hängt und für Licht sorgt. Sie erfahren, dass es sich dabei um den Mond handelt, der vom Schultheiß täglich mit Öl begossen werden muss, wofür dieser wiederum wöchentlich einen Taler erhält. Kurz entschlossen stehlen die Burschen den Mond, nehmen ihn mit sich nach Hause und verlangen nun ihrerseits Geld für die Pflege. Als es ans Sterben geht, nimmt jeder von ihnen seinen Teil vom Mond mit ins Grab. In der Unterwelt aber richtet der Mond, wieder zusammengesetzt, ein heilloses Durcheinander an: Die Toten erwachen aus ihrem Schlaf. Aufgeweckt durch das ungewohnte Licht, feiern sie derart ausgelassen, bis schließlich der Himmelswächter Petrus einschreitet, die Toten wieder zur Ruhe geleitet und den Mond an seinen angestammten Platz zurückbringt.
Nach der sensationellen Uraufführung des ersten Orff’schen Bühnen-werks Gisei – Das Opfer in der Spielzeit 2009 | 2010 wird der Darmstädter Orff-Zyklus nun mit der Märchenoper Der Mond fortgesetzt, mit der erneut eine Oper für die ganze Familie auf dem Spielplan steht. 200 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes der Kinderund Hausmärchen im Jahr 1812 leistet das Staatstheater Darmstadt damit zugleich seinen Beitrag zum Jubiläumsjahr der Brüder Grimm.

Szenenbilder Der Mond

Premiere 3. März 2012 | Großes Haus

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