
Musikalische Leitung Constantin Trinks | Martin Lukas Meister (25.2.2012) | Ralf Weikert (9.4.2012)
Inszenierung John Dew
Bühne Heinz Balthes
Kostüme José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung André Weiss
Craig Bermingham (Siegfried), Katrin Gerstenberger (Brünnhilde), Anja Jung (Waltraute), Oleksandr Prytolyuk (Gunther), Susanne Serfling (Gutrune), Olafur Sigurdarson (Alberich), Thomas Mehnert (Hagen), Elisabeth Hornung (Erste Norn), Erica Brookhyser (Zweite Norn), Susanne Serfling (Dritte Norn), Margaret Rose Koenn (Woglinde), Erica Brookhyser (Wellgunde), Gae-Hwa Yang (Floßhilde)
In den letzten beiden Teilen der Tetralogie, in Siegfried und Götterdämmerung, wird die Verschränkung von Helden-Sage und Götter-Mythos, von Siegfrieds Geschichte, für die sich Wagner zunächst interessierte, und Wotans Tragödie, die sich im Laufe der Arbeit darüber lagerte, greifbar.
Während Göttervater Wotan, der die Weltesche fällen und die Scheite um seine Burg Walhall herum aufrichten ließ, nur noch auf das Ende wartet, bricht Siegfried zu neuen Abenteuern auf und hinterlässt Brünnhilde den Ring als Pfand ihrer Liebe. Seine Rheinfahrt führt ihn an den Hof der Gibichungen zu König Gunther und dessen Schwester Gutrune. Gunthers Halbbruder Hagen, der Sohn Alberichs, lenkt Siegfrieds Blick auf Gutrune und Gunthers Interesse auf Brünnhilde. Durch einen Zaubertrank wird Siegfried dazu manipuliert, dass er selbst um Gutrune wirbt, während er, diesmal in Gunthers Gestalt, den Walkürenfelsen erneut bezwingt, Brünnhilde den Ring gewaltsam entreißt und sie selbst Gunther zuführt. Als sie später den Ring an Siegfrieds Hand sieht, weiß sie, dass er es war, der sie überwältigte. Gekränkt verrät sie Hagen das Geheimnis seiner Verwundbarkeit, der Siegfried hinterrücks ersticht. Hagen bekennt sich offen zu seiner Tat und fordert den Ring als Beute. Doch Brünnhilde rächt den Tod Siegfrieds, indem sie den Ring an sich nimmt, die Welt der Gibichungen und Walhall in Brand setzt und sich selbst in die Flammen stürzt. Die alte Welt ist untergegangen. Wird aus ihren Trümmern eine neue entstehen?
Mit Brünnhildes Schlussgesang endet nicht nur die Götterdämmerung, sondern Wagners 16-stündiges Monumentalwerk. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Laufe von mehr als 26 Jahren entstanden, erweist sich seine staunenswerte Aktualität im Zeichen unterschiedlichster Interpretationsansätze bis auf den heutigen Tag.