Orpheus und Eurydike

Christoph Willibald Gluck | Azione teatrale per musica

Text von Ranieri Simone Francesca Maria deCalzabigi | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister
Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin
Bühne Dirk Hofacker
Kostüme Bjanka Ursulov
Choreinstudierung André Weiss | Markus Baisch

Erica Brookhyser (Orpheus), Susanne Serfling (Eurydike), Aki Hashimoto (Amor)
Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt
Chor und Statisterie des Staatstheaters Darmstadt

Die Verzweiflung über den Tod seiner geliebten Frau Eurydike stürzt den Sänger Orpheus in grenzenlose Trauer. Er droht den Göttern, sich umzubringen. Da erscheint Amor und erlaubt ihm, Eurydike aus der Unterwelt zurückzuholen, vorausgesetzt, dass er sich dabei nicht nach ihr umsieht. Orpheus trotzt zwar den Gefahren der Unterwelt, doch die entscheidende Bedingung, die ihm den gemeinsamen Rückweg ermöglichen würde, vermag er nicht zu erfüllen. Wird er Eurydike dennoch zurückgewinnen?
Der Held der Oper, Orpheus, äußert sich nicht allein durch Sprache, sondern vor allem durch seinen Gesang, was ihn von allem Anfang an für die Kunstform der Oper prädestinierte: Kein anderer Stoff wurde häufiger für das Musiktheater herangezogen als der Mythos um den antiken Sänger, der kraft seines Gesangs die Schatten der Unterwelt erweicht. So nimmt es nicht wunder, dass der Orpheus-Stoff an entscheidenden Stationen der Operngeschichte immer wieder eine Rolle gespielt hat. Schon Claudio Monteverdi brachte den Sänger 1607 in seiner ersten favola in musica L’Orfeo auf die Bühne. Christoph Willibald Gluck eröffnete 1762 die Reihe seiner Reformopern mit demselben Stoff. Und als das musikalische Theater begann, sich selbst zu parodieren, stand Orpheus wiederum Pate für die erste abendfüllende Operette Jacques Offenbachs, für Orpheus in der Unterwelt (1858).
Die Aufführungsgeschichte der Oper Glucks wird geprägt durch zahlreiche choreografische Umsetzungen, sei es als klassisches Ballett, sei es als modernes Tanztheater. Namen wie Michail Fokin, Frederick Ashton, George Balanchine, Pina Bausch oder John Neumeier stehen für eine lange Tradition, in die sich Mei Hong Lin nun einreihen wird.

Szenenbilder Orpheus und Eurydike

Premiere 28. Januar 2012 | Großes Haus

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