
Text von Giuseppe Bardari nach der Tragödie Maria Stuart von Friedrich Schiller
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung | Martin Lukas Meister
Inszenierung | Alfonso Romero Mora
Bühne | Dirk Hofacker
Kostüme | Gabriela Salaverri
Choreinstudierung | André Weiss
Adréana Kraschewski (Maria Stuarda), Katrin Gerstenberger (Elisabetta), Erik Fenton / Danilo Formaggia (Roberto, Conte di Leicester), Oleksandr Prytolyuk (Lord Guglielmo Cecil), John In Eichen (Giorgio Talbot), Margaret Rose Koenn (Anna Kennedy), Stephanie Theiß (Elisabeth)
Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard und bestreitet ihr Anrecht auf den englischen Thron. Elisabeth droht Maria mit dem Tod. Doch sie zögert noch immer, das Urteil zu fällen. Als jedoch Leicester für Maria um Gnade bittet, sieht sie darin einen Verrat ihrer Liebe, unterzeichnet das Todesurteil und befiehlt Leicester, der Hinrichtung beizuwohnen. Maria tritt gefasst den Weg zur Hinrichtung an.
Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt ihm dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.