Inszenierung Martin Ratzinger
Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Maika Troscheit (Karl Klotz), Stefan Schuster (Die sagenhafte Sandra), Iris Melamed (Die Mutter | Die Lehrerin), Tom Wild (Psycho Fritz), Diana Wolf (Die dicke Dora), Andreas Manz (Dimitri), Aart Veder (Massimo)
Alle Welt sieht schwarz für den traurigen Karl Klotz: Die Lehrerin wegen der schlechten Noten, die Mädchen wegen seiner Leibesfülle, die Mutter, weil sie ihn für einen Versager hält. Und das mit dem Abnehmen klappt auch nicht, obwohl die Mutter anordnet, er solle seine schlüpfrigen Magazine nicht mehr lesen, sondern stemmen. Entnervt engagiert sie Psychofritz, der sich Karls Psyche vornehmen soll, wenn schon in der Physis nichts mehr auszurichten ist. Dumm nur, dass der Psychiater selber nicht alle Tassen im Schrank hat! Einzig in der Zirkuswelt der Freaks findet Karl ein wenig Trost – und verliebt sich prompt in die sagenhafte Sandra. Doch alle Welt verschwört sich gegen Karl und zieht ihm und der Seiltänzerin schließlich wortwörtlich den Boden unter den Füßen weg.Wer oder was ist schon "normal"? Was passiert, wenn die Gesellschaft einen abschreibt, das treibt der Schweizer Jungautor Lukas Linder auf höchst amüsante Weise auf die Spitze. Seine liebenswerte Außenseitergeschichte ist absolut schräg und tragikomisch. Wie eines von Karls Lieblingsgerichten ist sie aber auch gut gewürzt mit saftigen Pointen und einer unerwartet scharfen Wendung am Ende, an der man sich die Zunge verbrennen könnte.
Aufführungsdauer etwa 1 Stunde 30 Minuten | keine Pause