Sandmann

Nachtstück von Andreas Jungwirth nach E. T. A. Hoffmann

Uraufführung

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann | Musik Wendelin Hejny

Simon Köslich (Nathanael), Diana Wolf (Clara), Stefan Schuster (Lothar), Gabriele Drechsel (Mutter), István Vincze (Siegmund), Heinz Kloss (Coppola), Anne Hoffmann (O)

Nathanael ist hässlich und hat schon viel zu viel gesehen. Er liebt Clara. Clara ist schön und für sie ist alles klar. Lothar ist sehr schön und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Aber auch er liebt Clara. Siegmund ist sehr hässlich und hat bei den Frauen keine Chance. Er liebt Nathanael und hat keine Augen für Clara. Clara lässt Siegmund genauso links liegen wie er sie. Clara liebt Nathanael und Lothar. Das alles ist der totale Wahnsinn und für alle ziemlich verwirrend. Gott sei Dank gibt es da auch noch die Mutter. Sie ist mütterlich und verhindert das Schlimmste. Dann aber tritt ein alter Bekannter auf, Coppola. Und Coppola ist fürchterlich ...

E. T. A. Hoffmann schickt in seiner 1817 veröffentlichten Novelle Der Sandmann den Studenten Nathanael durch die eigene Hölle und schließlich in die ewig waltende Nacht.

Im Auftrag des Staatstheaters Darmstadt hat sich der Autor Andreas Jungwirth dieses ersten von Hoffmanns Nachtstücken angenommen. Sandmann erzählt über schöne und hässliche Menschen, die komplizierte Beziehungen untereinander haben, weil sie komplizierte Beziehungen zu sich selbst haben, weil das Leben nicht nur vor 200 Jahren kompliziert war, sondern auch heute.

Wie bei Hoffmann werden die jungen Liebenden bis aufs Äußerste strapaziert. Einer überlebt das nicht, die anderen wollen nur noch vergessen. Bloß Clara weiß am Ende mehr, auch wenn sie jetzt nicht mehr alles so ganz klar sieht ...

Szenenbilder „Sandmann”

Premiere 11. März 2011 | Kammerspiele

Vorstellungsdauer: etwa 90 Minuten, keine Pause

Weitere Vorstellungen in der Übersicht