
Inszenierung Axel Richter
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Hubert Schlemmer (König Gunther), Thomas Dehler | Matthias Kleinert (Hagen Tronje), Aart Veder (Dankwart, dessen Bruder), Antonio Lallo (Volker, der Spielmann), Klaus Ziemann (Giselher, Bruder des Königs), Harald Schneider (Gernot, Bruder des Königs), Uwe Zerwer (Siegfried | Eckewart), Maika Troscheit (Ute, Mutter Kriemhilds und der Burgunderkönige), Karin Klein (Kriemhild, ihre Tochter), Sonja Mustoff (Brunhild, Königin von Isenland), Christina Kühnreich (Frigga, ihre Amme | Werbel, Etzels Geiger), Gerd K. Wölfle (Rumolt, der Küchenmeister | Ein Kaplan | Ein Pilgrim), Tom Wild (Wulf, Recke | Markgraf Rüdeger), Simon Köslich (Truchs, Recke | Dietrich von Bern), Katharina Uhland (Swemmel, Etzels Geiger | Götelinde, Rüdegers Gemahlin), Stefan Schuster (Hildebrant, Dietrich von Berns Waffenmeister), István Vincze (König Etzel), Caroline Ebert | Franka Eiche (Gudrun, Tochter von Rüdeger und Götelinde), Matthias Pitton | Leonard Vender (Otnit, ein Kind)
Als der Betrug ans Licht kommt, fordert die hintergangene Brunhild Siegfrieds Tod. Der treue Hagen von Tronje erfüllt ihr diesen Wunsch. Daraufhin sinnt Kriemhild auf Rache. Sie lädt die Burgunder unter einem Vorwand auf die Burg des Hunnenkönigs Etzel, ihres zweiten Mannes. Doch statt der erhofften Versöhnung erwartet die Burgunder hier ihre beispiellose Vernichtung.
In drei Abteilungen (Der gehörnte Siegfried, Siegfrieds Tod, Kriemhilds Rache) gliedert der 1813, im gleichen Jahr wie Georg Büchner, geborene Friedrich Hebbel seine sprachlich dichte und poetische Auseinandersetzung mit dem um 1200 entstandenen Heldenepos. Dabei kontrastiert seine Bearbeitung des legendenbeladenen Stoffes, die 1861 zur Uraufführung kam, auf interessante Weise den zur gleichen Zeit entstandenen und im Musiktheater auf dem Spielplan stehenden Ring des Nibelungen von Richard Wagner.