Inszenierung | Hermann Schein
Bühne und Kostüme | Stefan Heyne
Musikalische Leitung | Michael Erhard
Anne Hoffmann (Johanna Dark), Andreas Manz (Mauler), Harald Schneider (Cridle), Tom Wild (Graham), Klaus Ziemann (Meyers), Matthias Kleinert (Slift), Sonja Mustoff (Frau Luckerniddle), Gerd K. Wölfle (Gloomb), Hubert Schlemmer (Paulus Snyder), Maika Troscheit (Martha, Journalistin), István Vincze (Junger Arbeiter, Detektiv)
„Sturz des Pfundes! Die Bank von England seit dreihundert Jahren zum ersten Male geschlossen!“ – „Dreitausend Bankinstitute in den Vereinigten Staaten zusammengebrochen!“ – „In Deutschland werden Börsen und Banken von Staats wegen geschlossen!“ Die Schreckensnachrichten im Chicago um 1930 reißen nicht ab und wieder einmal hat es die Armen am schwersten getroffen. Daran kann auch Johanna Dark nichts ändern. Als heilige Johanna der Schlachthöfe verehrt, setzt sie sich für die Arbeitslosen vor den Fleischfabriken Chicagos ein. Ihr Gegenspieler ist der Fleischkönig Pierpont Mauler, der Börse und Markt manipuliert und damit andere Firmen in den Ruin treiben kann. Ihn möchte Johanna bekehren und verhindert einen Streik der Arbeiter. Doch mit dem Großkapitalisten Mauler lassen sich keine derartigen Geschäfte machen – am Ende hat sie nicht den Arbeitern, sondern nur ihm damit gedient.
Brecht hatte Schillers Tragödie Die Jungfrau von Orleans genutzt, um vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise von 1929 seine Kapitalismuskritik zu vermitteln.