Alle meine Söhne

Arthur Miller | Drama

Beitrag unserer Reihe Wie käuflich sind wir?

Inszenierung | Martin Ratzinger
Bühne und Kostüme | Anna-Sophia Blersch

Heinz Kloss (Joe Keller), Margit Schulte-Tigges (Kate Keller), Tom Wild (Chris Keller), Christina Kühnreich (Ann Deever), Stefan Schuster (George Deever), Klaus Ziemann (Dr. Jim Bayliss), Gabriele Drechsel (Sue Bayliss), Hans Matthias Fuchs (Frank Lubey), Iris Melamed (Lydia Lubey)


Jeder ist sich selbst der Nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne. Für sie hat er sich hochgearbeitet, für sie wollte er eine Firma aufbauen. Für die Idee der eigenen Firma hat er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und, als infolgedessen 21 Flieger tödlich verunglückten, die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während der nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Während Mutter Keller in Erwartung von Larrys Rückkehr regelmäßig dessen Hemden bügelt und Schuhe putzt, will Sohn Chris, der seinen Bruder für tot hält, Larrys Verlobte Ann, Tochter des inhaftierten Sündenbocks, heiraten. So holt die Vergangenheit die Kellers ein, als Ann zu Besuch kommt. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral beginnt und demontiert gnadenlos den American Dream.
Arthur Miller (1915-2005), dessen Stück Tod eines Handlungsreisenden ein Welterfolg wurde, hatte mit All my Sons 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker.

Szenenbilder „Alle meine Söhne”

Premiere 20. März 2010 | Kleines Haus