Wälder

Wajdi Mouawad | Schauspiel
Deutschsprachige Erstaufführung

Beitrag unserer Reihe Deutsche Träume - Deutsche Albträume

Inszenierung | Axel Richter
Bühne und Kostü̈me | Klaus Noack

Maika Troscheit (Loup), Uwe Zerwer (Douglas Dupontel), Karin Klein (Aimée/Sarah), Hans Matthias Fuchs (Baptiste), Gabriele Drechsel (Leónie/Mathilde), Christina Kühnreich (Jeanne/Hélène/A), Diana Wolf (Marie/Odette/Maya/Charlotte/C), István Vincze (Lucien/Notar/Ambroise), Sonja Mustoff (Luce/Him), Gerd K. Wölfle (Achill/Archivar/Kunstprofessor), Hubert Schlemmer (Alexandre/Freedman/Francois), Tilman Meyn (Albert/Samuel/D), Matthias Kleinert (Edmond/Armand/Aurélien), Therese Herberstein (Ludivine), Tino Lindenberg (Edgar/David A. Sturton/Louis/B) 

Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter begibt sich die junge Loup auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln. Der Weg führt sie von Montréal nach Europa, nach Frankreich und Deutschland. Er wird zur dramatischen Reise in die Vergangenheit, ins Europa national-sozialistischer Aggression, über den Ersten Weltkrieg hinaus weiter in die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71, wo der Industriellensohn Albert Keller sich von seinem patriarchalischen Vater lossagt – einem Eisenbahn-Mogul, auf dessen expandierendem Schienennetzwerk Jahrzehnte später die Deportationszüge der Nazis rollen werden.
Loups Familiengeschichte bildet zugleich das Kondensat von 150 Jahren deutsch-französischer Geschichte ab. Neben all dem Leid und der menschlichen Bestialität entdeckt Loup darin aber auch immer wieder versöhnliche Geschichten, eine große Frauenfreundschaft und natürlich: die Liebe.
Wälder ist nach Verbrennungen die zweite packende Familiensaga von Wajdi Mouawad. Mit gleichermaßen archaischer Wucht wie feiner poetischer Erzählkunst lässt der Frankokanadier in Rückblenden und Fragmenten sieben außergewöhnliche Frauenschicksale wieder aufleben. Wälder erzählt die Geschichte einer Identitätssuche in Zeiten der Globalisierung über Generationen und Ländergrenzen hinweg.

Szenenbilder DWälder

Premiere 9. Oktober 2009 | Kleines Haus