
Inszenierung | Hermann Schein
Bühne und Kostüme | Stefan Heyne
Uwe Zerwer (Faust/Dichter), Gabriele Drechsel (Mephisto/Lustige Person), Anne Hoffmann (Gretchen), Karin Klein (Marthe/Hexe), Tilman Meyn (Valentin/Schüler), Harald Schneider (Wagner/Siebel/General), Aart Veder (Direktor/Der Herr/Brandner/Geist/Parvenü), Klaus Ziemann (Frosch/Alter Bauer/Minister), Liljana Elges (Lieschen/Mädchen/Lilith/Trödelhexe)
Wissenschaft und Eros: Die Verknüpfung beider Themen ist das Spezifische an der Goethe’schen Faustversion, einem Stoff aus dem 16. Jahrhundert. Faust - Der Tragödie Erster Teil zeigt einen Gelehrten in der Krise. Er greift nach allem was Wissen-schafft, doch seine Gier bleibt unbefriedigt. Der Teufel selbst verspricht schließlich, es wird ein „Verweilen" geben, ein Ankommen und Sinn. Faust findet es in Gretchen – doch der Pakt mit Mephisto fordert seinen Tribut.
Goethes Faust wurde zum Klassiker, weil ihm damit ein Entwurf menschlichen Daseins gelang: Der Mensch im Hamsterrad seines Wollens, Strebens, zeitlebens arbeitet er sich ab am Gegensatz von hehrer Ratio und triebhafter Schuld.