Inszenierung | Michael Quast
Bühne | Heinz Balthes
Kostüme | José Manuel Vázquez
Mit Michael Quast (Datterich), Reiner Maurer (Bennelbächer), Heinz Neumann (Spirwes), Wilhelm Dominiak (Knerz), Karl Heinrich Braun (Dummbach), Karin Heist (Babette), Elisabeth Heinemann (Marie), Thomas Hechler (Schmidt), Arno Huppert (Steifschächter), Harald Mehring (Bengler), Wolfgang Drzisga (Fritz Knippelius), Jana Maurer (Evchen), Ulrike Leithner (Lisette), Fokke Kappelhoff, Klaus Wagner (Polizeidiener), Willfried Konrad, Carsten Kleinschmidt (Zwei Musikanten), Marga Hargefeld, Dieter Matthes, Marga Mickenberger, Helmut Rühl, Karlheinz Sauter, Ute Sauter (Ausflügler), Marc Tempels (Wirtsjunge), Robin Meise (Kleiner Junge), Peter Benz (Gast im Wirtshaus), Sabine Altmüller, Wolfgang Schulz, Karin Schylla, Fredi Seip, Helga Seip, Ann-Kirstin Thill (Gäste in Traisa), Hans Dambmann (Laternenanzünder)
Der Datterich hält wieder Einzug ins Staatstheater Darmstadt. Und zwar ins Große Haus, wie es dem genialen Schnorrer, dem versoffenen Finanzbeamten, dem Meister aller Aufschneider gebührt. Gespielt werden wird das vorlaute Schlitzohr von Michael Quast, der auch die Inszenierung von Niebergalls Lokalposse übernehmen wird. Der Datterich, ein Rentner und Pumpgenie, ist immer auf der Suche nach demjenigen, der ihm die nächste Runde ausgibt. Als Gegenleistung für ein Weinvergnügen verspricht er Schmidt, ihn mit seiner jungen Base, dem Evchen, zu verkuppeln. Jedoch schlägt das Stelldichein der beiden fehl: Evchen erscheint nicht, dafür aber die Tochter der Dummbachs, Marie. Zum Glück ist es aber ohnehin sie, in die Schmidt verliebt ist. Und zum Glück liebt sie auch Schmidt. Dennoch sind die weinseligen Zeiten für den Datterich bald vorbei. Vom Schuster Bengler, dem er noch Geld schuldet, aber nicht zurückzahlt, wird er verprügelt und von den Dummbachs schließlich auf die Straße gesetzt. Trotzdem lässt er es sich nicht entgehen, die Dummheit und Spießigkeit der Bürger anzuprangern: Wenn er schon geht, dann mit Pauken und Trompeten oder wie ein guter Wein mit langem Abgang und intensivem Eindruck. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Datterich, kaum ist er verschwunden, auch schon wieder vermisst wird.