
Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin
Musik Serge Weber
Bühne Dirk Hofacker
Kostüme Bjanka Ursulov
Rie Akiyama und Anthony Kirk (Symbol der jungen Liebe), Lee Bamford, Damián Cortes Alberti, Julio Andrés Escudero, Wout Geers, Peter de Grasse, Trung Pham Bao (Romeo), Sabra Johnson, Eszter Kozár, Wencke Kriemer de Matos, Andressa Miyazato, Sabine Prokop, Laura Witzleben (Julia), Celedonio Indalecio Moreno Fuentes und Pavel Povrazník (Symbol der Fehde)
O Romeo, Romeo, wherefore art thou Romeo?
Deny thy father and refuse thy name;
Or if thou wilt not, be but sworn my love
And I‘ll no longer be a Capulet.
Die Geschichte der aus verfeindeten Familien stammenden Liebenden, Romeo und Julia, die heimlich heiraten und letztendlich nicht gegen die äußeren Zwänge ankommen, könnte tragischer nicht sein. Romeo wird in die Verbannung geschickt und Julia täuscht ihren eigenen Tod vor, um damit der bevorstehenden Hochzeit, die ihre Eltern für sie vorgesehen haben, zu entgehen. Romeo sollte von ihrem Plan in einem Brief unterrichtet werden, doch das Schreiben wird ihn nie erreichen. An Julias offenem Sarg vergiftet er sich. Als Julia erwacht und ihren Geliebten tot an ihrer Seite findet, wählt auch sie den Freitod und ersticht sich mit einem Dolch. Dieser Stoff William Shakespeares ist zeitlos und wurde in der Kunst, und gerade auch im Tanz, intensiv rezipiert. Sergej Prokofjews Ballettmusik und Leonard Bernsteins West Side Story, dessen Originalproduktion zu den aufregendsten Musicalchoreografien überhaupt zählt, sind nur zwei prominente Beispiele. In ihrer Neuproduktion Romeo und Julia stellt sich Mei Hong Lin der großen Herausforderung, das Publikum zu überraschen und die Grenzen des Stoffes neu auszuloten. Dabei konzentriert sie sich auf die tiefenpsychologischen Ebenen der Charaktere. Mit der Neukomposition Serge Webers, der rhythmisierte und verfremdete Textbausteine als klangliche Grundlage nutzt, werden auch musikalisch neue Akzente gesetzt.